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Wasser als Lebenselixier

Unser Körper besteht überwiegend aus Wasser. Da der Mensch im Gegensatz zum Kamel kaum Wasser speichern kann, muss er in etwa so viel trinken, wie er ausscheidet. Doch wie viel Wasser ist gesund? Und gibt es auch ein Zuviel an Wasser?
Was sollten Sie wissen?

1,5 Liter am Tag sollte ein gesunder Mensch mindestens trinken.

  • Zellbaustein und Gewebe
    Wasser ist Hauptbestandteil der Zellen und des Gewebes unseres Körpers. Das Körperwasser befindet sich zu 60 Prozent in den Zellen und zu 40 Prozent außerhalb der Zellen.
  • Verdauung und Ausscheidungsfunktion
    Wasser ist unabdingbar für die Verdauungs- und Ausscheidungsfunktionen unseres Körpers. Aus der Nahrung wird es zu 65 Prozent im Dünndarm und zu 35 Prozent im Dickdarm absorbiert. Wasserlösliche Giftstoffe werden über die Nieren ausgeschieden.
  • Transport
    Mit dem Blut (90 Prozent Wasser) wird der lebensnotwendige Sauerstoff transportiert; ebenso weitere wichtige Bestandteile des Blutes wie Hormone, Botenstoffe, Vitamine, Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate und andere Nährstoffe.
  • Kühlmittel
    Ist die Körpertemperatur durch Anstrengung oder Krankheit zu hoch, nutzt der Körper sein Wasser-Kühlsystem. Beim Schwitzen wird Wasser über die Hautporen ausgeschieden und sorgt für eine rasche Wärmeableitung.
  • Reaktionspartner
    Unser Stoffwechsel könnte ohne das Wasser nicht stattfinden: Denn in jeder Zelle unseres Körpers finden ständig chemische Reaktionen statt, an denen Wasser beteiligt ist bzw. die durch Wasser erst ermöglicht werden.
  • Ab dem 3. Tag
    ohne Wasser droht der Tod. Ohne feste Nahrung kann ein Mensch hingegen bis zu vier Wochen auskommen.


Bei Erwachsenen hat Wasser je nach Geschlecht und Alter einen Anteil von 50–60 % an der Gesamtkörpermasse.

Wassermangel führt zu verschiedenen Symptomen
  1. Durstgefühl – Achtung: Es kann bei Kindern, Kranken, Älteren oder Stress fehlen!
  2. Schlechte Konzentration und Lernfähigkeit, vermindertes Reaktionsvermögen
  3. Kopfschmerzen, Unwohlsein, Schwindel
  4. Müdigkeit, sinkende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
  5. Austrocknen der Lippen, Schleimhäute und der Haut
  6. Darmverstopfung
  7. Bewegungsstörungen, Muskelkrämpfe, Kollaps
  8. Konzentrierter Urin, Schmerzen beim Wasserlassen, Nierenversagen
  9. Atem- und Schluckbeschwerden
  10. Geh- und Sprechstörungen
  11. Schluckunfähigkeit, Hör- und Sehstörungen
  12. Zungenschwellung, Krämpfe


 

5 Tipps, wie man mehr trinkt

Das Ziel vor Auge haben: Immer und überall Wasser (-Flaschen) greifbar haben. Am besten gut sichtbar neben dem Rechner, auf Ess- und Nachttisch und in der Getränkehalterung im Auto und am Rad.

Jedes ausgetrunkene Glas direkt wieder auffüllen: Nach dem Trinken ist vor dem Trinken!

Wasser-Tagebuch führen: Bewusster visualisierter Wasserkonsum hilft einen Überblick über das erreichte Pensum zu erhalten.

Strohhalme benutzen: Mit ihnen trinkt man automatisch mehr. Kennt jeder aus dem Kino: Dort schaffen es viele, die unfassbar großen Getränkebecher zu leeren.

Feste Rituale helfen: Direkt nach dem Aufwachen und vor dem Zubettgehen sowie vor, während und nach jeder Mahlzeit ein Glas Wasser trinken – Zwischenmahlzeiten eingeschlossen.

Kann man auch zu viel trinken?

Auch ein Zuviel kann gefährlich sein: Bekannt sind Todesfälle durch Mutproben, Wetttrinken und Marathonläufe. Gefährdet sind auch unerfahrene Ausdauersportler. Zu schnelle Zufuhr in zu kurzer Zeit stört den empfindlichen Salzhaushalt und führt zu einer Überwässerung des Körpers und der Zellen. Hirnschwellung, Wassereinlagerung in die Lunge, Kopfschmerzen, Atemnot und Krampfanfälle können die Folge sein. Zum Lauftraining gehört auch das richtige „Trinktraining“. Für gesunde Erwachsene sind 2–3 Liter Wasser unter normalen Bedingungen und über den Tag verteilt verträglich. Insbesondere bei Herz- und Nierenkrankheiten aber muss die Trinkmenge individuell mit dem Arzt abgestimmt werden. Das Gleiche gilt beim Auftreten von Wassereinlagerungen oder Luftnot. In Einzelfällen sind deutlich kleinere Mengen erlaubt und ausreichend.

Wann braucht der Körper mehr Flüssigkeit als normal?

Bei körperlicher Anstrengung und Sport, Hitze, Trockenheit, sehr großer Höhe, Durchfall, Erbrechen, Fasten, geringer Nahrungsaufnahme und Fieber. Stillende Mütter brauchen ebenfalls mehr Flüssigkeit.

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