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Wege in den Beruf:

Was macht ein Kardiotechniker

Hightech trifft Herzmedizin: Es gibt viele verschiedene Wege wie unsere Mitarbeiter zu ihrem Beruf bzw. zu ihrem Job gekommen sind. Sebastian Rübenthaler, Leiter der Kardiotechnik der Region Süd erzählt über seinen Weg.
Sebastian Rübenthaler, Leiter der Kardiotechnik, vor einer Herz-Lungenmaschine. Foto: Elena Koch

Kardiotechniker sind in der Herzchirurgie ein elementares Mitglied des fachübergreifenden Behandlungsteams. Sie bilden das Bindeglied zwischen Medizin und Technik. Ohne Kardiotechniker könnten die meisten Herzoperationen nicht durchgeführt werden.

Die ersten Kardiotechniker waren häufig Werkzeugmacher, Radio-Fernseh-Techniker oder Elektriker. Heute geht es nicht mehr ohne pathologische, physiologische und naturwissenschaftliche Kenntnisse. Dennoch spielt die handwerkliche Tätigkeit nach wie vor eine große Rolle. Medizin und Technik gehen in dem Beruf Hand in Hand. Das sieht man dem Arbeitsplatz im OP auch an: Überall blinkt es, es leuchten Zahlen und Werte auf, manchmal gibt es Alarm. Die Aufgabe eines Kardiotechnikers im OP ist es, den Überblick zu behalten, die Herz-Lungen-Maschine (HLM) eigenständig zu steuern und bei Bedarf schnell zu reagieren. Kardiotechniker tragen eine große Verantwortung, denn eine unsachgemäße Bedienung der HLM hat direkte Auswirkungen auf das Leben des Patienten. Außerdem müssen sie die Werte des Patienten überwachen und korrigieren sowie gemeinsam mit dem Herzchirurgen und dem Anästhesisten die nächsten Schritte der Operation klären. Ohne Teamarbeit wäre das nicht möglich. Darum wird Zusammenarbeit in dem Beruf großgeschrieben.

Und wie sieht der typische Arbeitstag eines Kardiotechnikers aus? Das erzählt Sebastian Rübenthaler, Leiter der Kardiotechnik der Region Süd:

„Mein Tag startet mit der Frühbesprechung. Dort gehen wir die anstehenden Operationen durch. Anschließend bereiten wir jede Herz-Lungen-Maschine individuell für den Patienten und seine OP vor. Nach der Operation muss das verbrauchte Material aufgefüllt und aufbereitet sowie die HLM neu aufgebaut und für den nächsten Einsatz vorbereitet werden. Als Kardiotechniker bin ich für die Dokumentation und die Qualitätssicherung der HLM verantwortlich. Darüber hinaus überprüfen wir die Herz- und Lungenunterstützungssysteme, machen Visite bei Kunstherz-Patienten oder begleiten Patienten mit implantierten Systemen auf Transporte zum Beispiel in die CT, den OP oder in den Herzkatheter. Manchmal fahren wir in andere Kliniken, um Patienten abzuholen oder zu verlegen.“

Wege in den Beruf:

Am Deutschen Herzzentrum in Berlin kann sowohl eine zweijährige Ausbildung als auch ein dreijähriges Studium absolviert werden. Weitere Studienmöglichkeiten gibt es an der Hochschule Furtwangen und der FH Aachen. Viele Kardiotechniker haben vor dem Studium eine technische oder medizinische Ausbildung absolviert, was den Einstieg erleichtert.

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