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Stomaversorgung

Vom Umgang mit einem Tabu-Thema

Ein künstlicher Darmausgang, fachlich "Stoma" genannt, ist für viele ein Tabu-Thema. Dahinter stecken oft Angst und Scham. Um diese Sorgen zu nehmen und zu zeigen, wie die Stoma-Versorgung abläuft, haben wir die Behandlung eines Patienten beispielhaft als Bildergeschichte aufbereitet.
Erste Seite der Bildergeschichte zur Stomatherapie

Tonis Diagnose löst bei ihm Ängste und auch Scham aus. Begleiten Sie Toni auf seinen Stationen im Helios Cäcilien-Hospital Hüls und in der anschließenden Reha-Behandlung in der Helios Klinik Bergisch-Land. Erfahren Sie, wie die Behandlung funktioniert und ob Toni sich zu seiner Silberhochzeit selbstbewusst im Anzug zeigen mag.

Klicken Sie sich durch unsere Galerie oder laden Sie den Comic als PDF runter:
>> Tonis* Geschichte <<

* Für unsere Geschichte hat sich Detlef Pohl, Mitglied der Selbsthilfegruppe Ilco, zur Verfügung gestellt, um den Weg durch die Krankheit nachzustellen. Ärzte und Therapeuten sind „echte“ Mitarbeiter der genannten Kliniken.

  • Toni* ist schockiert. Bei seinem morgendlichen Toilettengang entdeckt er Blut. Hoffentlich nichts Schlimmes – In zwei Monaten steht doch die Silberhochzeit an! mehr...
  • Beunruhigende Nachricht – eine ernsthafte Erkrankung könnte hinter seinem Blut im Stuhl stecken. Sein Hausarzt überweist ihn ins Helios Cäcilien-Hospital Hüls. Toni reagiert besorgt und auch beschämt. Kein Thema, mit dem man sich gern beschäftigt. mehr...
  • Nach diversen Untersuchungen wird im anschließenden Gespräch mit dem Chirurgen klar: Toni braucht eine Operation und einen künstlichen Darmausgang, ein Stoma. mehr...
  • Eine Stomatherapeutin wird hinzugezogen, die Tonis Fragen zum Leben mit einem solchen Beutel beantwortet. Das Vorgespräch nimmt Toni viele Ängste und gibt ihm Sicherheit. Nach der Operation: Auf der Station kümmert sich der Stationsarzt um Toni. Die Stomatherapeutin zeigt ihm, wie er mit seinem Beutel umgeht. Mit vielen Tipps, Übungsmaterialien und einem Ansprechpartner für den neuen Alltag verlässt Toni das Krankenhaus. mehr...
  • Der Sozialdienst organisiert eine Anschlussheilbehandlung. Tonis nächste Station ist daher die Helios Klinik Bergisch-Land, eine Fachklinik für stationäre und ambulante Rehabilitation in Wuppertal-Ronsdorf. Die Stomatherapeutin hat sich bereits mit ihren Kolleginnen in der Rehaklinik ausgetauscht. Im Aufnahmegespräch mit dem zuständigen Arzt legt Toni seine Ziele für die Rehabilitation fest: unter anderem Sicherheit im Umgang mit der Stomaanlage zu bekommen. mehr...
  • Während des vierwöchigen Reha-Aufenthaltes bringen Gymnastiklehrer, Physio- und Sporttherapeuten Toni körperlich in Form. Ärzte, Pflegepersonal und Psychologen sorgen für eine qualifizierte medizinische und pflegerische Versorgung sowie das seelische Gleichgewicht. Ein Ernährungsberater gibt Tipps für eine gesunde Lebensführung und der Sozialdienst begleitet Toni durch den Dschungel der Anträge. mehr...
  • Das Wichtigste für Toni aber ist die intensive Schulung der Stomatherapeutinnen: Er konnte unterschiedliche Beutel ausprobieren und fühlt sich jetzt gerüstet für den Alltag. mehr...
  • Durch die Vorbereitung in der Reha gewöhnt sich Toni schnell an seinen neuen Alltag. Auch zuhause kann er mit seinem Beutel inzwischen gut leben – sogar Schwimmen ist damit möglich. Und das Beste: Der Silberhochzeit steht nichts mehr im Weg. mehr...
  • Besonderen Dank an alle beteiligten Ärzte, Pfegekräfte und Therapeuten und unseren Protagonisten Detlef Pohl, Mitglied der Selbsthilfegruppe Ilco. Die Fotos stammen von Simon Erath und Volker Martin. Antje Brosemann und Arne Wellding sind die Autoren der Texte. Alle Illustrationen von Toni wurden von plus3mm entwickelt und alle Elemente zum Schluss von Jens Walter grafisch gesetzt. mehr...
Sie möchten mehr zum Thema Stoma erfahren? Hier erhalten Sie weiterführende Informationen:

In Deutschland leben rund 160.000 Menschen mit einem künstlichen Darmausgang. Trotzdem ist das Thema Stoma ein Tabu-Thema, mit dem Vorurteile und Ängste verbunden sind. Grund dafür ist oftmals das fehlende Wissen zu Ursache, Versorgung und Therapien.

In weiterführenden Artikeln erhalten Sie mehr Informationen zur Therapie und erfahren, wie der Alltag mit Stoma für Betroffene funktioniert.

Mit Stoma durch den Alltag
Mit einem Modell erläutern die Stomatherapeuten die Veränderungen im Körper. (Foto: Volker Martin)

Einen künstlichen Darmausgang verbinden viele mit Einschränkungen und einem Verlust an Lebensqualität. In der Helios Klinik Bergisch-Land stehen den Patienten zwei Stoma-Therapeutinnen zur Seite. Sie wissen um die Sorgen und Nöte der Betroffenen und machen ihnen Mut. Während des Reha-Aufenthaltes zeigen sie Patienten den korrekten Umgang mit ihrem Stoma und wie man damit problemlos am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann.


Erfahren Sie mehr über die Ursachen für ein Stoma und welche Bedeutung die Reha in der Behandlung hat

3 Fragen - 3 Antworten
Dagmar Lange und Sylvia Lesczynski

Was genau ist ein Stoma eigentlich und wie läuft die Versorgung ab? Betrifft das nicht nur alte Menschen? Entgegen aller Vorurteile handelt es sich beim Stoma nicht um eine Alterserscheinung: Zu den Betroffenen zählen Menschen aller Altergruppen.

Stomaschwestern Dagmar Lange und Sylvia Lesczynski beantworten die wichtigsten Fragen zum Leben mit Stoma

Ein Stoma ist kein Schreckgespenst

Stomatherapeuten wie Antje Brosemann haben jeden Tag mit Betroffenen zu tun und helfen ihnen, über Ängste und Unsicherheiten zu sprechen. Die Therapeutinnen sind während der Therapie unterstützende Bezugspersonen. Das soziale Umfeld der Patienten spielt eine wichtige Rolle, wenn es für die Patienten darum geht, ihr Stoma zu akzeptieren und nach Vorne zu blicken.

Antje Brosemann erklärt, wie eine moderne und umfassende Stoma-Versorgung aussieht

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