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Sturz eines Patienten im Aufwachraum

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Der offene Umgang mit Fehlern ist wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur bei Helios und trägt zur Patientensicherheit bei. Deshalb stellen wir regelmäßig Fälle aus der zentralen Haftpflichtbearbeitung vor.
Verwendung von Bettgittern im Aufwachraum

Ein Patient wurde nach der operativen Versorgung einer Oberarmschaftfraktur in den Aufwachraum gebracht. Das Patientenbett im Aufwachraum hatte keine Bettgitter. Etwa 50 Minuten nach Beendigung der Narkose – der Patient war bereits wach und ansprechbar – drehte er sich plötzlich nach links und stürzte auf den Boden, ohne dass der anwesende Assistenzarzt den Sturz verhindern konnte. Der Patient erlitt eine Verletzung der Wundnaht, die noch am selben Tag chirurgisch versorgt wurde, sowie eine vorübergehende Nervschädigung am Arm, die im weiteren Verlauf rückläufig war.
In einem weiteren Fall kam es ebenfalls zu einem Sturz im Aufwachraum. Hier ist eine 14-jährige Patientin fünf Minuten nach Übernahme aus dem Operationssaal bei einer unwillkürlichen Bewegung im Tiefschlaf aus dem Bett gerollt und zog sich ein Hämatom am Hinterkopf zu.

Was ist zu tun?

Unvorhergesehene Bewegungen von Patienten nach Narkose sind nicht immer auszuschließen. Patientenschäden durch Sturzereignisse im Aufwachraum stellen jedoch juristisch ein sogenanntes vollbeherrschbares Risiko dar. Idealerweise sollten daher alle Patientenbetten im Aufwachraum über ein (geteiltes) Bettgitter verfügen, welches unmittelbar nach der OP-Umlagerung hochgestellt werden sollte. Zwar stellt jede Fixierungsmaßnahme, so auch das hochgestellte Bettgitter, in der Regel eine freiheitsentziehende Maßnahme dar und bedarf daher im Grundsatz der Einwilligung des betroffenen Patienten. Das kurzfristige Hochstellen des Bettgitters dient jedoch ausschließlich dazu, den Patienten vor unwillkürlichen Bewegungen und damit vor einem Sturz im Zustand des Ausklingens der Narkose zu schützen. In diesem Fall ist das Hochstellen des Bettgitters rechtlich zulässig, da diese Maßnahme als Bestandteil bzw. als Annex der Operation bzw. Intervention anzusehen ist und von der Einwilligung des Patienten mitumfasst ist.

*alle Namen und Daten abgeändert

Mehr Informationen für Mitarbeiter unter: http://myhelios.helios-gesundheit.de/ fehlerdesmonats

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