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Schonende Schmerzlinderung

Wehenschmerzen lindern mit Lachgas

Immer mehr HELIOS Geburtskliniken bieten werdenden Müttern im Kreissaal Lachgas an.
Unterstützen die Geburt mit Lachgas: Hebammen Michelle Urban (l.) und Jana Schuldt aus dem HELIOS Hanseklinikum Stralsund. Foto: Nicole Haack

Große Gasflaschen, als ginge es hier schon bald auf eine Tiefsee-Expedition: In immer mehr HELIOS Kliniken stehen die ungewöhnlichen Behältnisse in den Kreisssälen der Geburtsabteilungen bereit. Gefüllt sind sie mit Lachgas, das – zugeführt über eine Atemmaske – Müttern unter der Geburt den Wehenschmerz erleichtert. Schon nach wenigen Atemzügen wird der Schmerz spürbar geringer. Die Mütter sind während der Inhalation wach und ansprechbar - die Dosierung des Gases bestimmen sie selbst.

„Die schonende Methode ist für Schwangere und Baby unbedenklich und kann eine gute Alternative zur Periduralanästhesie sein“, sagt Prof. Dr. med. Michael Friedrich, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am HELIOS Klinikum Krefeld. Friedrich leitet die HELIOS Fachgruppe Gynäkologie, in der alle Chefärzte der HELIOS Geburtskliniken regelmäßig über innovative Methoden und Behandlungen in ihrem Fachgebiet diskutieren. Gemeinsam mit der Fachgruppe Anästhesie, geleitet von Prof. Dr. med. Jochen M. Strauß, Chefarzt am HELIOS Klinikum Berlin Buch, wurde Ende letzten Jahres der gemeinsame Beschluss gefasst, in größeren Geburtskliniken Lachgas zur Schmerzlinderung anzubieten.

„Es bleibt ein Geburtsschmerz, aber der ist bei den meisten Frauen ja auch gewollt und ganz natürlich. Vor allem die schmerzhaften Wehenspitzen werden entkräftet. So hat die Frau ein schöneres Geburtserlebnis“, erklärt Wiebke Duwe, Oberärztin des Kreißsaals am Hanseklinikum Stralsund, wo das Lachgas seit einigen Monaten erfolgreich eingesetzt wird. 

Das etwas ungewöhnliche Schmerzmittel ist indes nicht neu: Schon seit dem 18. Jahrhundert wird Lachgas zur Schmerzbehandlung eingesetzt. In Deutschland kennt man es mittlerweile auch vom Zahnarztbesuch, in der Geburtshilfe jedoch es noch wenig verbreitet. 

„Die Mischung aus 50 Prozent Lachgas und 50 Prozent Sauerstoff wird schnell vom Blut aufgenommen und zum Schmerzzentrum des Gehirns transportiert. Dadurch entspannt sich die gebärende Mutter und wird sogar in einen leicht euphorischen Gemütszustand versetzt,“ so Prof. Dr. Jochen M.Strauß. „Dabei kommt es zu keinen Nebenwirkungen auf das Kind und den Geburtsverlauf.“ 

Bislang bieten die Kreisssäle in den HELIOS Kliniken in Wiesbaden, Hildesheim, Salzgitter, Dachau, Freital, Wipperfürth, Stralsund, Hünfeld, Rottweil und Köthen gebärenden Müttern das Lachgas an.

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