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Heliogramm

Interessantes & Spannendes aus den Kliniken

Lesen Sie, wie der Gangroboter funktioniert, mit dem Felix Meißner in Kipfenberg wieder laufen lernt. Wie Tattoos Brustkrebspatientinnen in Hamburg helfen, und warum Roderich Kowal in Krefeld aufmerksamen Kollegen sein Leben verdankt.

Gangroboter – so funktioniert er

Kipfenberg:
Felix Meißner (31) ist querschnittgelähmt. Seit einem Jahr sind seine Arme und Beine teilweise gelähmt. Mühsam musste der Unternehmensberater das Aufstehen und Gehen in der Helios Klinik Kipfenberg wieder lernen. „Das war harte Arbeit“, sagt er. Zwei bis drei Therapeuten mussten ihn stabilisieren und seine Beine wie beim Laufen bewegen. Ein Gangroboter oder „Exoskelett“ machte das viel leichter. Denn obwohl er nur wenig Kraft in den Beinen hatte, konnte er damit normales Laufen trainieren. Mittlerweile kann er mit einem Gehwagen, auf dem er sich mit dem Oberkörper abstützt, sogar einige Schritte ohne Hilfe gehen. 
Autorin: Sandra Rothardt

1. Die Idee des Exoskeletts stammt ursprünglich aus der Rüstungsindustrie. Soldaten sollten einfacher große Lasten tragen können. Seit etwa sechs Jahren wird das System auch in der Rehabilitation eingesetzt. Hier profitieren vor allem Querschnitt- und Schlaganfallpatienten davon.

2. Vom Exoskelett können alle Patienten profitieren, die nicht selbständig stehen oder gehen können, aber auch solche, die ein gestörtes Gangbild haben. Das können Patienten mit Erkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks sein.


3. Das Exoskelett wiegt inklusive der Batterien 27 Kilogramm. Es trägt sein Gewicht selbst, kann also auch ohne einen Menschen aufstehen und gehen. Es besteht aus äußerst robusten und gleichzeitig extrem leichten Materialien wie Carbon und Aluminium.


4. Das Gerät verfügt über mehrere Sensoren in den Gelenken, in den Fußplatten und im Rumpf. Darüber misst ein integrierter Rechner die Bewegung des Patienten und seine Position im Raum. 500-mal pro Sekunde werden diese Informationen verrechnet und in eine Bewegung übersetzt.

Lebensechte Tattoos helfen Frauen nach Brustkrebs
Andy Engel aus Kitzingen ist spezialisiert auf fotorealistische Tattoos. Oft übernehmen Krankenkassen die Kosten für die Tätowierung der Brustwarzen von Patientinnen.

Hamburg:

Um Brustkrebs zu besiegen, ist manchmal eine Amputation der Brust unumgänglich. Chirurgisch wird die Brust anschließend wiederhergestellt. Und doch ist ihr Anblick dann für viele Frauen befremdlich. Denn etwas fehlt:
Die Brustwarze. Hier hilft Andy Engel. Der gefragte 3-D-Tattoo-Spezialist tätowiert Brustwarze und Warzenvorhof fotorealistisch. Das Ganze geht zügig vonstatten. Erst besprechen Patientin und Tätowierer gemeinsam Form und Größe. Engel erstellt dann eine Vorlage und tätowiert anhand dieser die Brustwarzen auf. Binnen Minuten entsteht ein täuschend echt aussehendes Ergebnis. Engels Motivation spiegelt den Wunsch seiner besonderen Kundinnen: „Ich möchte den Frauen helfen, sich endlich wieder komplett zu fühlen.“ Für ihn ist es wichtig, möglichst viele Patientinnen über diese Möglichkeit der Brustwarzen-Rekonstruktion aufzuklären. Auch die Ausbildung weiterer Kollegen in dieser Technik strebt der Künstler an. Andy Engel, wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch! 
Autorin: Stefanie Gerling



Von aufmerksamen Kollegen gerettet
Das Leben von Roderich Kowal (71) stand auf Messers Schneide. Foto: Marina Dorsch

Krefeld:

Auf dem Weg zum Helios Klinikum Krefeld hängt das Leben von Roderich Kowal (71) plötzlich am seidenen Faden.
Der ehemalige Anästhesiepfleger bricht auf dem Bürgersteig zusammen: akuter Verschluss des Hinterwandgefäßes.
Aus der Entfernung beobachten aufmerksame Pflegekräfte den Zusammenbruch – und handeln geistesgegenwärtig. „Ich kann mich an nichts erinnern, auch nicht, dass ein Kollege die Herzdruckmassage durchgeführt hat. Ihm verdanke ich mein Leben und er hat sich wohl noch bei mir entschuldigt, dass dabei drei Rippen gebrochen sind“, berichtet Kowal voller Anerkennung und dem dringenden Wunsch, seinen Retter gesund wiederzusehen.  
Autorin: Marina Dorsch

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