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Neuroradiologie – was ist heute möglich?

Die Neuroradiologie bietet heute neben der Bildgebung vom Gehirn auch Möglichkeiten minimalinvasiver Eingriffe. Zum aktuellen Stand der Möglichkeiten Prof. Dr. Dr. Stephanie Tritt.
Mithilfe von 3-D-MRT-Bildern eines Tumors sowie von Gefäßdarstellungen kann sich der Neurochirurg punktgenau durch das Operationsfeld bewegen.


Große technische Fortschritte haben die Neuroradiologie in der Diagnostik und in der minimalinvasiven Therapie in den letzten zehn Jahren beflügelt:

Vor allem die minimalinvasiven Kathetertechniken haben den Behandlungserfolg bei Hirngefäßerkrankungen sehr erhöht und werden deshalb immer wichtiger: Mit ihnen können Verengungen, Verschlüsse und Missbildungen der Gefäße festgestellt und behandelt werden.
Die Wiedereröffnung verschlossener oder verengter Blutgefäße wie beim Schlaganfall oder das Verschließen geschädigter Gefäße, z.B. bei Hirnblutungen, sind heute als schonender Eingriff möglich. Dank positiver wissenschaftlicher Studienergebnisse sind diese Therapien von schweren Schlaganfällen immer wichtiger.


Prof. Dr. Dr. Stephanie Tritt ist Chefärztin im Institut für Radiologie und Neuroradiologie in den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden.

Zu den wichtigsten Behandlungsmethoden der Neuroradiologen gehören heute die Entfernung von Blutgerinnseln (Thrombektomie), das Ausfüllen von Gefäßaussackungen mit einer haarfeinen Platinspirale (Coiling) und die Verödung (Embolisation) von Gefäßmissbildungen oder Tumoren.

In der neuroradiologischen Diagnostik stehen moderne bildgebende Verfahren im Vordergrund:
Mit der Magnetresonanztomografie (MRT) und der MR-Angiografie werden Hirnfunktionen wie die Durchblutung, der Hirnstoffwechsel und die funktionellen Zentren wie das Sprach- oder Bewegungszentrum dargestellt.
Mit dem MRT ist es möglich, Radio- und Chemotherapien vor und nach einer Hirntumor-OP gezielt zu planen und den Verlauf genau zu kontrollieren: Die Neuroradiologen spielen dem operierenden Neurochirurgen 3-D-MRT-Bilder des Tumors sowie Gefäßdarstellungen in seine Navigationssoftware am OP-Tisch ein. Damit bewegt sich der Neurochirurg punktgenau durch das Operationsfeld und kann den Tumor vollständig und sicher entfernen.

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