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Das Wunder des Hörens

Musikerin trifft Audiologen: Das Ergebnis ist Musik in ihren Ohren

Ein Schwerpunkt der Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde im Helios Klinikum Erfurt ist die Versorgung Schwerhöriger oder Ertaubter mit Cochlea-Implantaten (CI). Patienten wie Instrumentalpädagogin Claudia Stern profitieren dabei von einer Kooperation mit dem Audiologischen Zentrum vor Ort.
Arzt und Patientin musizieren gemeinsam
Izet Baljic und Patientin Claudia Stern musizieren gemeinsam.

Ein Schwerpunkt der Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde im Helios Klinikum Erfurt ist die Versorgung Schwerhöriger oder Ertaubter mit Cochlea-Implantaten (CI). Die Patienten profitieren dabei von einer Kooperation mit dem Audiologischen Zentrum vor Ort, das besonderes Know-How und moderne Medizintechnik auszeichnet.

Von der engen Zusammenarbeit profitiert hat auch Claudia Stern. Die 40-Jährige plagten viele Jahre lang bakterielle Mittelohrentzündungen. Sie wurden chronisch, das Hörvermögen nahm ab. Vor zehn Jahren ertaubte Stern auf dem linken Ohr vollständig. Für die Instrumentalpädagogin eine Katastrophe. „Ich musste meinen Beruf an den Nagel hängen“, erzählt sie.

Claudia Stern
Durch das Cochlea Implantat kann Claudia Stern wieder vollumfänglich hören.

Schweren Herzens orientierte sich Stern beruflich neu. Begleitet wurde diese Veränderung aber noch von einem sehr viel erfreulicheren Umstand: Die Entzündungen wurden weniger, waren schließlich ganz weg. „Das war meine Chance“, erinnert sie sich zurück. Denn nun stand dem Vorhaben „CI“ nichts mehr im Wege. Gemeinsam mit den Experten des Helios Klinikums Erfurt entschied sie, es zu versuchen. „Allerdings konnte zu diesem Zeitpunkt niemand vorhersagen, ob das Vorhaben nach so langer Taubheit erfolgreich sein wird“, erinnert sich Izet Baljic, Leiter des Audiologischen Zentrums. „Letztlich haben wir uns erst unmittelbar im Operationssaal für das Implantieren entschieden“, erzählt Baljic.

Die Entscheidung war richtig. Seit einem halben Jahr trägt Stern nun das Implantat, kann wieder ganz normal kommunizieren. „Die Anspannung, etwas nicht zu verstehen, ist verschwunden“, beschreibt die Erfurterin ihre zurückgewonnene Lebensqualität. Ihr größtes Glück aber sind nicht Worte. Es ist die Musik. Stern kann wieder vollumfänglich Musik hören und spielen. „Das hat alle meine Erwartungen übertroffen“, sagt sie. Und drückt ihre Dankbarkeit in die Tasten ihres Akkordeons.

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