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Helios Mediziner erinnern sich

Mein erster Tag als Assistenzarzt

Freude, Aufregung, Nervosität: Helios Mediziner erinnern sich an ihren ersten Tag als Assistenzarzt.
Dr. Sandra Beres
Dr. Sandra Beres, Chefärztin Innere Medizin und Ärztliche Direktorin der Helios St. Elisabeth Klinik Hünfeld im Jahr 2002 und heute. Fotos: Uli Mayer, Gudrun Käsmann

Was ist Ihnen vom ersten Tag als Assistenzärztin in Erinnerung geblieben? 
Mein erster Tag war eine Mischung aus Freude, Aufregung und Respekt, endlich als Ärztin arbeiten zu können und nun über Diagnostik und Therapie selbst zu entscheiden. Eine Situation ist mir im Gedächtnis geblieben: Nach Rücksprache mit einem Facharzt hatte ich die Dosis des Betablockers eines Patienten leicht erhöht. Ich war so besorgt um den Patienten, dass ich anschließend fünfmal nach ihm geschaut habe.


Welchen Tipp geben Sie Assistenzärzten heute mit auf den Weg? 

Mir ist wichtig, dass meine Assistenzärzte viel fragen. Sie sollten jede Möglichkeit für Gespräche mit Patienten, Angehörigen, Pflegekräften und Vorgesetzten nutzen. Das schafft Transparenz, Vertrauen und Sicherheit. Ich versuche, die Freude an einem unglaublich facettenreichen Beruf zu vermitteln, in dem jeder Tag eine neue Herausforderung ist. Man weiß morgens nie, was einen im Laufe eines Tages erwartet.

Dr. Samer Said
Dr. Samer Said, Chefarzt der Inneren Medizin II in der Helios Klinik Erlenbach, verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung junger Kollegen, als Assistenzarzt und heute als Chefarzt. Fotos: privat / Helios Klinik Erlenbach

Was ist Ihnen von Ihrem eigenen ersten Tag als Assistenzarzt in Erinnerung geblieben?
Ich war ziemlich nervös, es war meine erste Arbeitsstelle überhaupt und ich hatte erst ein Jahr lang Deutsch gelernt. Zum Glück kam ich in ein tolles Team und konnte von erfahreneren Kollegen lernen. Der Chefarzt hat mich gleich am Anfang erste Erfahrungen mit Patienten machen lassen.

Welchen Tipp geben Sie Assistenzärzten heute mit auf den Weg? 
Sie sollten ihre Rechte und Pflichten kennen – auch das Recht auf eine gute Ausbildung: Sie sollten möglichst früh fachspezifische Interventionen durchführen – natürlich unter Aufsicht eines erfahrenen Kollegen. Zu den Pflichten gehört, die innere Haltung und Ethik als Arzt anzunehmen: etwa, dass der Patient an erster Stelle steht. Dafür muss ich auch mal bereit sein, den Arztkittel nicht um 16 Uhr an den Nagel zu hängen. Wichtig sind auch das kollegiale Miteinander und Empathie im Umgang mit Patienten und Angehörigen.   
MEIN

Dr. Lina Bellstädt
Dr. Lina Bellstädt, Assistenzärztin in der Unfallchirurgie und Orthopädie im Helios Universitätsklinikum Wuppertal. Foto: Mutzberg

Welchen Rat haben Sie bekommen, als Sie anfingen?
Folgenden Tipp zum Berufseinstieg habe ich erhalten: „Habe Freude an deiner Arbeit und löse die Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen. Es ist einer der schönsten Berufe – jeder Tag ist anders und man weiß nie, was einen erwartet!“

Wie haben Sie die ersten Tage als Assistenzärztin erlebt?
Mein erster Tag in der Klinik war genauso wie während des Praktischen Jahres. Einen Praxisschock gab es nicht. Allerdings wog die Bürde der Verantwortung viel deutlicher als zuvor als Studentin.

Carolin Schreiter
Carolin Schreiter, Assistenzärztin in der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde im Helios Klinikum Pirna. Foto: Kristin Wollbrandt

Welchen Rat haben Sie bekommen, als Sie anfingen?
Ein hohes Maß an Freundlichkeit und Höflichkeit an den Tag zu legen, war der wichtigste Tipp, den ich zum Berufseinstieg bekam.

Eine freundliche Kommunikation auf Augenhöhe ist unabdingbar für die Zusammenarbeit und trägt zu einem guten Arbeitsklima bei. Das ist für mich das Wichtigste und macht aus meiner Sicht das Berufsleben wesentlich angenehmer.


War es ein guter Rat?
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Es ist wirklich so.     Kristin Wollbrandt

Dr. Bastian Fakundiny
Dr. Bastian Fakundiny, Viszeralchirurgie im Helios Klinikum Hildesheim

Wie war Ihr erster Tag als Assistenzarzt?
Mein erster Tag als Assistenzarzt ist inzwischen fünf Jahre her. Die Zeit als Assistenzarzt ist intensiv und fordernd, man lernt schnell, sich gut zu organisieren. Aber man wird damit entlohnt, Menschen mit innovativen Behandlungsmethoden zu helfen.

Welchen Tipp geben Sie Assistenzärzten heute mit auf den Weg?
Der private Ausgleich sollte nicht zu kurz kommen. Ich bin regelmäßig klettern und mit dem Rennrad unterwegs. So kann ich mich körperlich auspowern und bin im Job noch fokussierter. Im besten Fall macht man das sogar mit den Kollegen gemeinsam, denn ein gutes Miteinander ist sehr wichtig. Denn in der Medizin und besonders im OP ist echte Teamarbeit gefragt.      Mandy Sasse

Sabine Wienold
Sabine Wienold, Ärztin in Weiterbildung der Klinik für Urologie und Kinderurologie im Helios Vogtland-Klinikum Plauen. Foto: Julia Dietrich

Welchen Rat haben Sie bekommen, als Sie anfingen?
Einen wertvollen Tipp habe ich bereits während der Famulaturen gelernt: Gerade als frischgebackener Arzt sollte ein kleines Notizbüchlein sowie der Arzneimittelblock in der Kitteltasche nie fehlen.

Wie haben Sie die erste Zeit als Assistenzärztin erlebt?
Mit dem Medizinstudium fertig, war die Vorfreude groß, jetzt richtig als Arzt loslegen zu können – und das sogar in Plauen, meiner Heimatregion.

Der erste positive Eindruck hat sich glücklicherweise bestätigt. Die Kollegen sind sehr freundlich, sie stehen mir stets mit Rat und Tat zur Seite – das hilft einem als Neuling. Die Stimmung im Team ist wirklich gut, auch wenn wir sicher täglich viel zu leisten haben.      Julia Dietrich

Univ.-Prof. Dr. Markus Knuf
Damals und heute: Univ.-Prof. Dr. Markus Knuf, Klinikdirektor der Klinik für Kinder- und Jugendliche in den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Tag? 

An meinem ersten Tag als Assistenzarzt auf einer Säuglingsstation hatte ich ein mulmiges Gefühl und war von den vielen neuen Eindrücken ziemlich erschlagen, denn ich musste das Erlebte erstmal sortieren.

Welchen Tipp geben Sie Assistenzärzten heute mit auf den Weg? 

Ich rate allen Assistenzärzten, diese spannende Zeit zu nutzen, um Eindrücke in den verschiedenen medizinischen Bereichen zu gewinnen und die Weichen für weitere berufliche Entscheidungen zu stellen: Wo will ich mal hin – z. B. eigene Praxis oder Klinikarzt? Welche Fachrichtung passt zu mir? Dafür rate ich auch, aktiv auf Vorgesetzte zuzugehen und die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten zu besprechen. Dabei sollte man sich nicht entmutigen lassen, sondern seinen Interessen und seinem Herzen folgen.

Eike Ulrike Schmidt
Eike Ulrike Schmidt, Assistenzärztin Chirurgie/Viszeralchirurgie am Helios Klinikum Schwerin. Foto: Rainer Cordes

Welche Tipps haben Sie zum Berufseinstieg bekommen?
Der Chefarzt hatte mich bereits drei Monate vor Beginn zum Neujahrsempfang seiner Klinik eingeladen. So konnte man sich ungezwungen kennenlernen und bereits ein paar Fragen klären.

Wie war Ihr erster Tag?
Es wird einem gesagt, wo man wann sein muss und dann zieht man sich um und ist auf einmal Ärztin. Als es dann losging, haben aber alle Kollegen geholfen und die Abläufe erklärt. Mein erster Tag war dementsprechend super. Ich wurde freundlich begrüßt und habe durch den Laufzettel die wichtigsten Stellen im Haus kennengelernt. Es war das berühmte kalte Wasser, aber das ist man ja aus dem Studium gewohnt.     Patrick Hoppe

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