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Frischer Wind im HELIOS Klinikum Niederberg

Schnelle Entscheidungen, sofortige Umsetzung: Diese Veränderungen spüren die Mitarbeiter des HELIOS Klinikums Niederberg seit der Zugehörigkeit zu HELIOS. Vor rund einem Jahr hatte der Zweckverband der Städte Velbert und Heiligenhaus das Klinikum an die HELIOS Gruppe verkauft. Seitdem hat nicht nur das „Grün" Einzug erhalten.

Offene Kommunikation nach außen und nach innen sowie ein ständiger Austausch sind ihnen wichtig: (v.l.) Gerd Bloemertz, Pflegedirektor, Prof. Dr. Mark Goepel, Ärztlicher Direktor und Dr. Niklas Cruse, Klinikgeschäftsführer.

Neue Fachbereiche und Kollegen, regelmäßige Fallkonferenzen und Stationsleitersitzungen mit dem Ärztlichen Direktor oder auch die Vorbereitungen für den bald beginnenden Klinikbau: Hinter und vor den Mitarbeitern des HELIOS Klinikums Niederberg liegen einige Veränderungen. Nach Jahren der Stagnation und des Investitionsstaus weht seit zwölf Monaten frischer Wind durch das Haus. „Wir haben sehr gute Monate hinter uns, haben vieles umgesetzt, eine harmonische Führungstruppe im Haus und Mitarbeiter, die Entscheidungen mittragen. Ich bin stolz auf die Kollegen, die das Haus so positiv nach vorne bringen", sagt Dr. Niklas Cruse, Klinikgeschäftsführer in Velbert.

Zusammen mit dem neuen Pflegedirektor Gerd Bloemertz und dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Mark Goepel hat der 43-Jährige in den vergangenen acht Monaten viele Strukturen verändert, Personal in den Führungsetagen ausgetauscht und HELIOS Unternehmensregelungen am Standort eingeführt. Dass das zu Beginn für viele Kollegen sehr schnell ging und manchmal auch überraschend war, ist Niklas Cruse bewusst: „Wir haben deshalb regelmäßig immer wieder per Newsletter über Aktuelles berichtet, außerdem Klinikkonferenzen, Klimagespräche und offene Sprechstunden mit der Klinikleitung angeboten. Wir wollten niemanden uninformiert lassen, erwarten aber auch, dass die Mitarbeiter die angebotenen Quellen nutzen", sagt Cruse.

Auch medizinisch hat sich vieles verbessert. So gibt es mit der Pneumologie oder der Gefäß- und Wirbelsäulenchirurgie nicht nur neue Fachbereiche im Klinikum, sondern mit den regelmäßigen Fallkonferenzen auch feste Termine, in denen sich die Ärzte über die optimale Behandlung der Patienten austauschen.

Wie bei HELIOS üblich, werden nun auch in Velbert die Ergebnisse von Untersuchungen und Behandlungen gemessen und mit denen aller anderen Häuser der Gruppe verglichen. „Dies führt zu absoluter Transparenz untereinander und verbessert auch die Behandlungsabläufe“, sagt der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Mark Goepel. Dr. Gabriele Kischel-Augart ist genau deshalb in das HELIOS Klinikum Niederberg gewechselt, wo sie die Klinik für Gefäßchirurgie aufbaut. „Bei HELIOS hat mich von Anfang an beeindruckt, wie rasch Entscheidungsprozesse ablaufen. Außerdem denke ich, dass die hier gelebte Transparenz letztlich den Patienten zugute kommt.“

Die Unsicherheit, die nach Bekanntgabe der Übernahme durch die HELIOS Kliniken im Haus zu spüren war, ist langjährigen Mitarbeitern noch im Gedächtnis. „Anfangs wussten wir nicht, wie es weitergehen wird. Viele hatten Angst vor der vermeintlichen ‚Krankenhauskrake‘“, erzählt Sven Eichenauer, Leiter des Bettenmanagement. Bewahrheitet haben sich diese Befürchtungen nicht: „Natürlich gibt es neue Strukturen und auch Abläufe wurden verändert. Aber: Wir können uns einbringen und die Kollegen hören zu. So etwas hat es hier in meiner zwanzigjährigen Klinikzugehörigkeit noch nie gegeben“, sagt Eichenauer. Auch der Informationsfluss sei in den letzten Monaten deutlich besser geworden. „Wer den Newsletter oder den Bauletter liest oder an Besprechungen teilnimmt, ist gut informiert.“

Auch Dr. Gerd Degoutrie fühlt sich bei HELIOS angekommen. Der Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe hatte zunächst auch Respekt und Achtung vor dem neuen Arbeitgeber. „Was da genau auf uns zukommen wird, wussten wir nicht. Zu Beginn gab es enorm viele Neuerungen, die wir erst einmal kennenlernen mussten. HELIOS hat ein anderes Tempo, aber das haben wir jetzt verinnerlicht“, sagt der Mediziner. Inzwischen hat sich die Unruhe auch gelegt. „Die Mannschaft ist nun gut aufgestellt und wir können jetzt Themen angehen, die zuvor brach lagen.“

Auf diese Mannschaft ist auch Dr. Niklas Cruse stolz: „Jeder Chefarzt geht zu den Niedergelassenen und stellt sich persönlich vor. Wir wollen enger zusammenarbeiten und das kommt bei den Kollegen in den Praxen richtig gut an“, erklärt er. Ein ständiger Austausch mit Ärzten, Politikern und der Bevölkerung ist dem Klinikgeschäftsführer sehr wichtig. „Ich stelle mich auch bei den Bürgervereinen in der Umgebung vor und bin mit den Politikern der umliegenden Städte im Gespräch.“ Ein Dialog, der vor allem für eine Kleinstadt wie Velbert wichtig sei.

Der offene Kommunikationsstil kommt auch bei Johanna Röben gut an. Der Stationsleiterin, die seit 1996 im Klinikum arbeitet, gefallen die klaren Worte und die rasche Umsetzung, die HELIOS mit sich gebracht hat. „Bei der Übergabe haben wir in viele ängstliche Gesichter geblickt. Viele hatten Sorge um ihren Arbeitsplatz“, sagt die Velberterin. Das hat sich gegeben, die Stimmung im Haus sei inzwischen gut, und die Kollegen gewöhnten sich an die neuen Arbeitsweisen. „Die Geschwindigkeit kannten wir so nicht, aber wenn man sich eingearbeitet hat und weiß, wie es läuft, macht das richtig Spaß – denn jetzt bewegt sich etwas.“

Doch auch wenn schon viel erreicht ist – abgeschlossen ist die Integration für Niklas Cruse noch nicht. In den kommenden Monaten möchte der Klinikgeschäftsführer mit seiner Mannschaft die Versorgungsqualität weiter spürbar verbessern. Denn genau darum geht es am Ende bei der Integration einer Klinik: Mit dem Know-how des HELIOS Netzwerks und gezielten Investitionen bessere Medizin anbieten. Ein ständiger Prozess, den die Führungskräfte in Velbert mit allen Mitarbeitern gemeinsam gestalten möchten.

Hintergrund: Neubau

Der Klinikbau aus den 70er-Jahren ist asbestbelastet und durch die mangelnden Investitionen in die Jahre gekommen. Bis 2021 baut HELIOS deswegen auf dem Nebengelände ein modernes Krankenhaus. Gleichzeitig setzt das Klinikum neue medizinische Schwerpunkte. Das Leistungsspektrum wurde durch die Etablierung neuer Abteilungen, wie der Gefäß- und Wirbelsäulenchirurgie sowie einer Pneumologie, breiter aufgestellt.

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