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Schneller wieder mobil und weniger Komplikationen

Fast Recovery in der Endoprothetik

Das Fast-Track-Verfahren bedeutet für Patienten geringere Schmerzen, schnellere Bewegungsfähigkeit und einen kürzeren Krankenhausaufenthalt. Prof. Dr. Thorsten Gehrke, Ärztlicher Direktor der HELIOS ENDO-Klinik Hamburg, schätzt, dass rund 80 Prozent der Patienten davon profitieren können.
1. „Fast Track“ – ein neues Konzept?

 Dieses Konzept gibt es seit mehr als 25 Jahren in vielen Ländern und es wird als „Rapid Recovery“ bezeichnet, also die schnellere Genesung des Patienten nach einer Operation.

Bei der Entwicklung neuer Endoprothesenmodelle sind die Möglichkeiten weitgehend ausgereizt. Wenn wir Endoprothesenoperationen künftig optimieren wollen, können wir das nur über Vorsorge vor der Operation, über Änderungen in den Operationstechniken bis hin zur Nachbehandlung erreichen.

Ganz wichtig ist dabei, dass die gefürchteten postoperativen Komplikationen wie Thrombose oder Lungenembolie nach der Operation verringert werden können.

2. Was erwartet Patienten, die nach dieser Methode operiert werden?

Rapid Recovery führt dazu, dass der Patient bedeutend schneller selbstständig ist. Er kann sich selber anziehen, aus dem Bett steigen und sowohl der Toilettengang als auch das Treppensteigen sind für ihn schneller möglich. Er ist also deutlich früher als bisher in der Lage, seine alltäglichen Aktivitäten wieder aufzunehmen.

3. Und wie sieht das konkret aus?

Wir bieten unseren Patienten bereits am Aufnahmetag unsere Schulungen an. Dort lernen sie das Laufen mit den Gehstützen. So vorbereitet, kommen sie nach der Operation besser aus dem Bett und mit den Gehstützen zurecht.

Auf die Verwendung von Kathetern wird weitgehend verzichtet: Störende Blasenkatheter oder Drainageschläuche werden möglichst nicht verwendet. Wichtig ist zudem ein effektives Schmerzmanagement. Je weniger Schmerz ein Patient spürt, umso leichter fällt es ihm, das Bewegungsprogramm nach der Operation zu absolvieren.

Bereits am Operationstag erfolgt die erste Mobilisation, einen Tag später die ersten krankengymnastischen Übungen. Von da an absolviert der Patient täglich Krankengymnastik und Mobilisationstraining. Wenn die Heilung gut verläuft und keine Komplikationen auftreten, können die Patienten bereits ab dem fünften Tag nach der Operation nach Hause oder in die Rehabilitation entlassen werden.

4. Ist die Methode für jeden Patienten geeignet?

Nein, wir müssen schon genau schauen, für welche Patienten dieses Konzept passt. Es hängt immer vom Einzelfall ab: Wie alt ist ein Patient und hat er beispielsweise Begleiterkrankungen? Ich schätze aber, dass rund 80 Prozent von der neuen Methode profitieren können.

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