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Hilfe bei Frühjahrsmüdigkeit

Frühjahrsmüdigkeit statt Frühlingsgefühle?

Erschöpfung, Leistungsschwäche und eine erhöhte Anfälligkeit für Erkältungen: Viele Menschen leiden in den Monaten März und April unter der Frühjahrsmüdigkeit. Der Dachauer Schlafmediziner Andreas Eger erklärt das Phänomen und gibt Tipps, wie man Ermüdungserscheinungen erfolgreich bekämpfen kann.
Müde und ausgelaugt: Viele Menschen kämpfen gerade mit der Frühjahrsmüdigkeit. (Foto: © fotolia/nenetus)

Mal Sonne, mal Regen, mal kalt und dann wieder frühlingshafte Temperaturen: Das Wetter wechselt gerade häufig – und bringt die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit mit sich. Weit mehr als die Hälfte der Deutschen spürt den Wetterumschwung und klagt über Erschöpfung, Kreislaufbeschwerden oder Unlustgefühle. Weitere Anzeichen sind eine erhöhte Anfälligkeit für Erkältungen und Schlafprobleme. Besonders Menschen mit niedrigem Blutdruck leiden darunter – in der Regel sind das eher Frauen und ältere Menschen. 

Andreas Eger, Somnologe und Technischer Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums am Helios Amper-Klinikum Dachau. (Foto: © Helios.)

Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit

„Der Organismus passt sich an die Wetterveränderungen und die immer wärmer und länger werdenden Tage im März und April an. Das kann ihm anfangs schwerfallen“, sagt Andreas Eger, Somnologe und Technischer Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums am Helios Amper-Klinikum Dachau. „Im Zuge der Umstellung weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt. Wir sind dann ständig müde.“ Der Lichtmangel in den kalten und dunklen Wintermonaten bewirkt zudem, dass der Melatonin-Spiegel, also die Konzentration des Schlafhormons im Blut, sehr hoch ist. „Deshalb fühlen sich einige Menschen schlapp – der Speicher des Glückshormons Serotonin muss sich erst wieder auffüllen“, erklärt Diplom-Biologe Eger.

Die gute Nachricht: Normalerweise dauert die Frühjahrsmüdigkeit höchstens vier Wochen. Halten die Beschwerden allerdings für längere Zeit an, sollte ein Experte zur weiteren Abklärung aufgesucht werden.

Tipps von Schlafmediziner Andreas Eger, um der Frühjahrsmüdigkeit keine Chance zu geben;
  • Bewegung und frische Luft: Beides stärkt das Immunsystem.
  • Viel Zeit in der Sonne verbringen: Der Körper  kann so einen möglichen Vitamin-D-Mangel ausgleichen. UV-Strahlen bewirken die körpereigene Bildung von Vitamin D, der Blaulichtanteil im Tageslicht die des Glückshormons Serotonin.
  • Den Kreislauf anregen: Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen sowie Kneipp-Bäder helfen dem Körper in Schwung zu kommen.
  • Gesunde Ernährung: Frühjahrsmüde Menschen sollten viel trinken und Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe in Form von Salaten, Obst und Gemüse zu sich nehmen. Der Körper benötigt sie jetzt besonders.

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