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Windpocken und Co: kein Kinderkram

Erster Teil: Kleiner Pieks, große Wirkung

Nicht nur bei Kindern ist Impfschutz wichtig. Der Experte Dr. Martin Maunz, Chefarzt Innere Medizin I an der Helios Klinik Rottweil, rät zum Impfen.
Dr. Martin Maunz, Chefarzt Klinik für Innere Medizin I im Helios Klinikum Rottweil

Dr. Martin Maunz ist Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I in der Helios Klinik Rottweil. Als Mediziner rät er Eltern dazu, ihre Kinder impfen zu lassen – und auch sich selbst. Denn die sogenannten „Kinderkrankheiten“, deren Ausbreitung mit gezielter Impfung verhindert werden soll, sind längst nicht so harmlos, wie ihr Name vermuten lässt. Überhaupt ist die Bezeichnung irreführend, denn nicht nur Kinder sind durch diese Infektionen gefährdet. Erkranken Erwachsene, steigt das Risiko. Maunz: „Nehmen wir beispielsweise die Windpocken. Wir haben einen Patienten behandelt, der so schwer an dem Varizella-Zoster-Virus erkrankt war, dass er beinahe intensivpflichtig wurde.“

Jeder Mensch, so Dr. Maunz, entscheide letztlich selbst über sein individuelles, gesundheitliches Risiko. Doch gerade beim Thema Impfen wünscht sich der Chefarzt eine weitergehende, sozusagen „gemeinschaftliche“ Sicht auf das Thema. „Wer einen vollständigen Impfschutz hat, trägt wesentlich dazu bei, dass Neugeborene oder geschwächte Menschen vor gefährlichen Krankheiten geschützt sind!“ Denn wer der sich selbst nicht ansteckt, steckt auch keinen anderen an. Die Infektion läuft quasi ins Leere. Je mehr Menschen sich also impfen lassen, je höher der „Gemeinschaftsschutz“ ist, umso schneller werden die entsprechenden Krankheiten eliminiert. 

Quelle: Bundesgesundheitsblatt (Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz) Ausgabe 4/2019

Eine wirkungsvolle Imunisierung braucht zwei Impfungen. Jedoch werden in Deutschland bei der zweiten Impfung die von der WHO vorgesehenen Ziele von 95% nicht erreicht.

Erfahren Sie, wie gefährliche Krankheiten effektiv zurück gedrängt werden

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