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Weihnachtsstimmung

Frohe Weihnachten?!

Streit unterm Weihnachtsbaum ist nicht selten, aber vermeidbar. Wie, das erklärt Dr. Andries Korebrits, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Helios Park-Klinikum Leipzig.
Harmonie unterm Weihnachtsbaum? Fehlanzeige. Mit ein bisschen Gelassenheit und Ruhe können Familien aber zu mehr Entspannung finden. FOTO: Lutz Weidler

Wir haben uns doch so auf die ruhigen, besinnlichen Feiertage gefreut: Und dann das – die Kinder zanken sich, die zu Besuch gekommenen Verwandten nerven und plötzlich knallen die Türen und es wird lauthals gestritten.

In nicht wenigen Familien ist gerade zu den weihnachtlichen Feiertagen das Nervenkostüm zum Zerreißen gespannt und Konflikte brechen auf. Das enttäuschte Gesicht eines Kindes, wenn nicht das gewünschte Computerspiel unter dem Weihnachtsbaum liegt, oder die spitze Bemerkung über den nicht ganz so gerade gewachsenen Weihnachtsbaum können dann eine an sich harmlose Situation ausarten lassen.

Dabei ist der Streit unterm Weihnachtsbaum oft die Konsequenz einer hausgemacht stressigen Vorweihnachtszeit – im Job liegt noch viel an, eine Weihnachtsfeier jagt die nächste, Plätzchen müssen gebacken, Geschenke besorgt und Weihnachtskarten geschrieben werden. „Hinzu kommt, dass die Erwartungshaltungen an die familiäre Harmonie besonders zu Weihnachten sehr hoch sind“, erklärt Dr. Andries Korebrits, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Helios Park-Klinikum Leipzig.

„Aber wenn sich die Erwachsenen bereits gestresst fühlen, dann überträgt sich das natürlich oft auf die Kinder, besonders wenn diese sehr sensibel sind. Dann wird es mit der verordneten Harmonie schwer“, so Dr. Korebrits weiter. „Kommen dann noch äußerliche Reize über das normale Maß hinaus hinzu, zum Beispiel durch einen riesigen Geschenkeberg oder durch die Großeltern, die plötzlich bei der Erziehung mitreden, kann das manche Kinder aus dem Gleichgewicht werfen.“

Dr. Korebrits rät daher dazu, auch an den Feiertagen weitgehend an Strukturen festzuhalten, die im Alltag gut funktionieren und den Kindern Ruhe und Sicherheit vermitteln. Auch bei den Geschenken rät er zur Zurückhaltung. „Hier gilt, weniger ist mehr. Viel wichtiger als die Menge an Geschenken ist es, sich für die Kinder Zeit zu nehmen, mit ihnen gemeinsam etwas zu unternehmen oder ein Gesellschaftsspiel zu spielen“, so der Experte weiter.

Den Erwachsenen empfiehlt Dr. Korebrits mehr Gelassenheit in der Vorweihnachtszeit: „Wir müssen nicht auf jeder Weihnachtsfeier präsent sein, vielleicht reichen auch zwei statt zehn Sorten Plätzchen und das Geschenke-Einkaufen macht zusammen sowieso mehr Spaß als alleine – dann können wir auch die vorweihnachtliche positive Aufregung gemeinsam mit den Kindern genießen und uns auf ein harmonisches Weihnachtsfest freuen.“

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