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Chefärztin im Porträt

Täglich im Einsatz für kleine Patienten

Dr. Annika Steinbrink ist Chefärztin der Kinderchirurgie an der Helios Mariahilf Klinik Hamburg. Täglich sorgt sie mit ihrem Team für Kinderlächeln nach der OP. Als zweifache Mutter gilt es neben der Klinik auch das Familienleben zu managen. Focus TV hat sie einen Tag begleitet und zeigt Momente aus der Klinik und ihrem Alltag.

„Der kalte Tee vom Morgen, ein Apfel und das Hörspiel sind mein tägliches Ritual auf dem Weg nach Hause.“ Dr. Annika Steinbrinks (43) Arbeitstage beginnen früh – wie bei allen Chirurgen. Um 7:30 Uhr startet sie mit einem kurzen Blick in den Tag am Schreibtisch und geht dann direkt in die Röntgenübergabe der Nacht: Welche Kinder wurden mit welchem Befund aufgenommen?
Ihre eigenen zwei Kinder sind zu diesem Zeitpunkt schon in der Obhut ihrer Kinderfrau und starten Richtung Kindergarten und Schule. „Anfangs, als die Kinder noch sehr klein waren, war es für mich schon schwer, sie abzugeben. Aber heute ist das eher etwas Schönes, denn so können wir alle entspannt in den Tag starten und haben dafür einen gemeinsamen Nachmittag.“
Für Dr. Annika Steinbrink, die Kinderchirurgin, geht es weiter zur täglichen Visite auf der Kinderstation der Helios Mariahilf Klinik Hamburg. Sie und ihr Team schauen sich den Behandlungserfolg bei den Kindern an, die bereits operiert wurden, oder besprechen die anstehenden OPs mit den Eltern und ihren kleinen Patienten. Zwischendrin klingelt immer wieder das Telefon: Dr. Annika Steinbrink wird in der Notaufnahme gebraucht.
Um 8:00 Uhr beginnt die erste OP des Tages. Ein kleiner Eingriff. Dennoch sind die Eltern angespannt und Dr. Annika Steinbrink beruhigt sie, nachdem das Kind versorgt und der OP-Bericht getippt ist: Alles ist gut. „Das Wichtigste ist, dass man Spaß bei der Arbeit hat. Das gilt fürs ganze Team.“
Zusammen mit ihren beidem Oberärzten, Dr. Ilona Reichwaldt und Dr. Olaf Krüger, frühstückt sie im Laufe des Vormittags in der Klinikcafeteria. Dort können sie sich austauschen, sich aus dem Klinikstress rausnehmen und etwas essen – denn die nächste Mahlzeit gibt es erst nach Feierabend. Das Mittagessen fällt meistens aus. „Das ist die beste Zeit des Tages, wenn wir hier gemeinsam sitzen.“
Jetzt geht es nach einem weiteren Notfall in die nächste OP – einem kleinen Mädchen wird eine Fistel am Hals entfernt. In diesem Fall zu zweit. Eine Stunde lang stehen die beiden Ärztinnen am OP-Tisch. Im Anschluss gibt es für die Patientin ein Eis im Aufwachraum und gute Nachrichten für die wartende Mutter. „Immer mit der Ruhe, wir wollen doch erstmal miteinander reden.“

Focus TV hat Dr. Annika Steinbrink, seit 2015 Chefärztin der Kinderchirurgie an der Helios Mariahilf Klinik Hamburg, einen Tag lang über die Schulter geschaut und Momente aus dem Klinikalltag und ihrem Privatleben eingefangen. Foto: Lisa Klauke-Kerstan

Dr. Annika Steinbrink ist in der ambulanten Sprechstunde der Kinderchirurgie angekommen. Der Wasserbruch eines Einjährigen muss begutachtet werden. Am Ende rät die erfahrene Chirurgin zu einer Operation und nimmt sich Zeit für die Aufklärung der Mutter, um ihr die Sorgen zu nehmen.
Nach fast neun Stunden im Dauereinsatz hat Dr. Annika Steinbrink nun Feierabend: Operationen, Wunden verarzten, Nachsorgen und Sprechstunde – ihr Tag war lang. Nun geht es über die Elbe zu ihrer Tochter in den Kindergarten. Wenn sie keinen Bereitschaftsdienst hat, holt sie die Fünfjährige gerne selbst ab. „Mein Mann – Orthopäde in einem anderen Krankenhaus – und ich machen manchmal einen Wettbewerb daraus, wer als erstes am Kindergarten ist. Meistens gewinne ich, weil ich einen kürzeren Weg habe."
Zu viert genießen sie dann den Nachmittag – ihr 13-jähriger Sohn kommt alleine aus der Schule nach Hause und trifft die Familie an der Kaffeetafel. Gemeinsam kümmern sich die Vollblutmediziner um den Haushalt, die Erziehung und kleinere Wunden bei den eigenen Kindern. „Für Anrufe aus der Klinik habe ich einen anderen Klingelton. Den kennen meine Kinder schon gut.“ Denn auch wenn sie keinen Bereitschaftsdienst hat, ist sie für die Kollegen in der Klinik erreichbar.
Dass sie selbst Mutter ist, hilft Dr. Annika Steinbrink bei der Arbeit: „Ich finde, dass es mir die Arbeit leichter macht. Man braucht natürlich auch einen gewissen Abstand, aber so habe ich ein besseres Verständnis für die Eltern.“ Denn für die ist jede Behandlung ihres Kindes im Krankenhaus etwas Schlimmes – egal ob es um einen eingewachsenen Zehennagel oder schwere Brandverletzungen geht. Das gesamte Team der Klinik ist auf die kleinen Patientinnen und Patienten spezialisiert und versucht, es den Eltern so einfach wie möglich zu machen. „Das ist einfach kindgerecht. Was wir tun können, um den Kindern den Aufenthalt ein wenig zu versüßen, das tun wir natürlich auch.“

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