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Tag der Rückengesundheit 2019

"Stärke deine Muskeln - bleib' rückenfit!"

Wir sitzen alle viel zu oft und viel zu lange, der Sport kommt viel zu kurz. Die Folge sind Rückenschmerzen. Der Tag der Rückengesundheit fordert in diesem Jahr deshalb zum gezielten, rückengerechten Krafttraining auf.
Wer regelmäßig Fahrrad fährt, tut etwas für die eigene Rückengesundheit. Foto: Fotolia © lightpoet

Rückenschmerzen: Schuld ist meist zu langes Sitzen und zu wenig Bewegung. Dennoch verbringen wir einen großen Teil unserer Zeit in einer Körperhaltung, die eigentlich die ungesündeste ist. Denn für den Rücken ist Sitzen pures Gift. „Langes Sitzen beansprucht die Wirbelsäule und die Rückenmuskulatur weitaus stärker als Stehen oder Gehen“, so Dr. Alexander Richter, Facharzt für Orthopädie an der Helios ENDO-Klinik Hamburg. „Auf diese einseitige Belastung reagiert die Rumpfmuskulatur dann mit Verspannungen und Verkrampfungen. Und dies verstärkt die Druckbelastungen auf die Bandscheiben.“ Auch ist für eine ausreichende Ernährung der Bandscheiben eine wechselnde Belastung, also der Wechsel zwischen Stehen und Sitzen notwendig.

Kein Wunder: Der Mensch ist dafür gebaut, sich zu bewegen. Von dieser wichtigen Tatsache hängen unsere Körperfunktionen ab. Unser Zentralnervensystem entwickelte sich dahingehend, Veränderungen um uns herum wahrzunehmen und uns durch die Umwelt zu bewegen.

Dr. Alexander Richter ist Facharzt für Orthopädie an der Helios ENDO Klinik Hamburg.

Die Rückenmuskulatur gezielt stärken und aufbauen
Was tun also bei Rückenschmerzen? Auf Dauer schützt davor nur Bewegung. Jede Bewegung wirkt wie eine Massage auf die Wirbelsäule, die Tiefenmuskulatur wird so wieder aufgebaut und gestärkt. „Regelmäßiger Sport wie Schwimmen, Fahrrad fahren oder Walken sind gut für die Rückengesundheit“, so Dr. Richter. „Durch ein von Sportmedizinern und Physiotherapeuten begleitetes Training kann man seine Rückenmuskulatur ganz gezielt stärken und aufbauen.“

Bestehen Rückenbeschwerden trotz Bewegung, Krankengymnastik oder auch Entspannungsübungen, sind weitergehende Untersuchungen notwendig“, so der erfahrene Mediziner. „Dank moderner bildgebender Verfahren wie hoch auflösender Computer- und Magnetresonanztomographie ist eine genauere Diagnostik der Wirbelsäule möglich.“ Ist die Ursache des Schmerzes gefunden, reicht das Behandlungsspektrum von entzündungshemmenden Medikamenten, lokalen Infiltrationen und einem gezielten Muskelaufbau. Nur in seltenen Fällen ist ein operativer Eingriff notwendig.

Tipps für Vielsitzer
  • Mehrmals pro Stunde die Sitzpositionen wechseln. Auch ein Wechsel zwischen Stehen und Sitzen (höhenverstellbarer Schreibtisch, Stehpult) hilft den Rücken zu entlasten.


  • Rückenschwimmen ist für den Rücken die ideale Entlastung. Wegen des erhöhten Wasserdrucks trainiert es die Muskulatur der gesamten Wirbelsäule. Tipp: zweimal pro Woche je 30 Minuten.


  • Ausgleichssport: Nordic Walking. Dabei werden mehr als 600 Muskeln trainiert.


  • Beim Autofahren ein flaches, schmales Kissen auf Höhe der Lendenwirbelsäule zwischen sich und den Sitz klemmen. Verbessert die Sitzposition um bis zu 45 Prozent, wirkt entlastend, verhindert Rückenschmerzen und Verkrampfungen.

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