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Hamburg

Sport nach einer Hüftoperation? Aber sicher!

Sie ist eine der erfolgreichsten und segensreichsten Operationen überhaupt: Der Hüftgelenks-Ersatz. 95 Prozent aller Patienten können nach dieser Operation wieder schmerzfrei gehen. Und viele Patienten können mit einer künstlichen Hüfte wieder Sport treiben.
Birgit Saatrübe-Möllers und Ulrich Möllers können endlich wieder ihren Lieblingssportarten nachgehen. Foto: Sven Brügmann

Birgit Saatrübe-Möllers und Ulrich Möllers litten beide jahrelang unter starken Schmerzen in der Hüfte bevor sie sich für eine Endoprothese entschieden. Heute gehen die beiden wieder mit viel Leidenschaft ihrem Lieblingssport Golf nach, ziehen ihre Bahnen im Schwimmen, erkunden die Natur per Radfahren und stemmen Gewichte im Fitness-Studio.

„Und jetzt kommt der Schwung“, strahlt Ulrich Möllers, beugt seinen Oberkörper aus dem Hüftgelenk nach vorn, knickt die Knie leicht ein, kreuzt die Hände vor der Brust und schwingt seinen Oberkörper langsam von rechts nach links. „Die Abschläge gelingen mir nach meiner zweiten Hüft-Operation von Mal zu Mal besser.“ Ehefrau Birgit Saatrübe-Möllers ergänzt: „Stimmt! Und auch meinem Abschlag merkt man nicht an, dass ich ein künstliches Hüftgelenk trage.“ Erst vor sieben Monaten hat Ulrich Möllers seine zweite Hüft-Prothese in der ENDO-Klinik erhalten. Bei Birgit Saatrübe-Möllers ist die Hüft-Operation zwei Jahre her.

Viele Jahre musste das Ehepaar seine sportlichen Aktivitäten einschränken: Tennis und Hockey beanspruchten
die Gelenke zu stark. Deshalb begannen sie mit dem Golf spielen. Doch auch bei dieser etwas schonenderen Sportart machte bei beiden die Hüfte schon bald nicht mehr mit. Die Schmerzen waren zu stark. Während Ulrich Möllers von Geburt an unter einer beidseitigen Hüftdysplasie litt, machte Birgit Saatrübe-Möllers eine Arthrose in der rechten Hüfte das Leben schwer. Das Gehen wurde immer mühsamer und die Einschränkungen immer größer. Phasenweise waren die Schmerzen unerträglich. „Ich konnte keine zehn Minuten mehr laufen, musste mich auf Empfängen schnell hinsetzen und hatte auch nachts im Liegen starke Schmerzen“, erzählt Birgit Saatrübe-Möllers. Ihr Ehemann ergänzt: „Ich hatte nach jedem Spiel starke Schmerzen und musste inzwischen alle Wege mit dem Golf Cart zurücklegen.“

Trotzdem versucht das Hamburger Ehepaar zunächst alle Möglichkeiten auszuschöpfen und lässt sich konservativ behandeln. Da die beiden als leidenschaftliche Sportler schon viel Zeit auf dem Tennis- oder
Golfplatz, im Fitness-Studio oder im Schwimmbecken verbracht haben, versuchen sie erst einmal mit viel Sport eine OP hinauszuzögern. Hyaluronsäure-Injektionen helfen Birgit Saatrübe-Möllers rund drei Jahre die Schmerzen zu lindern. „Es gab jetzt eigentlich keinen Grund mehr, den Eingriff hinauszuzögern“, so Ulrich Möllers. „Und ich wollte das auch nicht, denn ich wollte mein Leben nicht länger von meiner kaputten Hüfte bestimmen lassen. Ich wollte mich endlich wieder frei bewegen können.“

Der Hamburger wagt den ersten Schritt und kommt schließlich in die Sprechstunde von Prof. Dr. Thorsten Gehrke. Der Mediziner ist seit gut zehn Jahren Ärztlicher Direktor der HELIOS ENDO-Klinik Hamburg. „Viele Patienten schieben die OP so lange hinaus, bis sie sich nicht mehr vermeiden lässt. Voraus gehen sich langsam verstärkende Schmerzen, eine massive Einschränkung der Lebensqualität und oft eine Odyssee von Arzt zu Arzt“, weiß der Arzt aus seiner Sprechstunde. „Doch wenn die Schmerzen so stark sind, dass der Patient regelmäßig Schmerzmedikamente einnehmen muss und konservative Therapieoptionen wie Krankengymnastik, möglicherweise mal eine Spritze ins Gelenk, ausgeschöpft sind. Dann steht die Indikation mit dem Patienten zu besprechen, ob ein künstliches Hüftgelenk eingebaut werden sollte.“

Noch immer ist der Einbau eines künstlichen Gelenks ein Handwerk, das viel Übung verlangt. Der Erfolg der Operation hängt deshalb stark von der Erfahrung des Chirurgen ab. „Es ist daher ratsam für Patienten, sich vorab über die Häufigkeit und den Erfolg zu informieren, mit der ein Arzt und die Klinik diese Eingriffe durchführen“, rät Prof. Gehrke, einer der erfahrensten Hüftchirurgen in Deutschland, der selbst rund 250 Hüftgelenke jährlich implantiert.

Chefarzt Dr. Jochen Plutat und Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Thorsten Gehrke mit ihren Patienten. Foto: Sven Brügmann

2009 liegt Ulrich Möllers auf dem OP-Tisch. Prof. Gehrke implantiert ihm eine Total-Endoprothese, abgekürzt Hüft-TEP. Gelenkkopf und -pfanne werden dabei durch künstliche Materialien ersetzt. „Beim Hüftgelenk ersetzen wir die Hüftpfanne meist durch eine aus einem speziell gehärteten Kunststoff und den Kopf des Oberschenkelknochens durch einen Keramikkopf. Diese Kombination ist im Vergleich zu Möglichkeiten wie Metall auf Metall nach unserer Erfahrung sehr haltbar und deutlich besser verträglich“, erläutert der erfahrene Top-Mediziner.

Als Ulrich Möllers seine erste OP hinter sich hat, die Ärzte ihm sagen, wie wichtig jetzt auch weiterhin Bewegung ist und es im Krankenhaus mit der Physiotherapie losgeht, ist er fast nicht mehr zu bremsen. Nach wenigen Wochen kann Ulrich Möllers wieder ohne Schmerzen gehen.

Nach den guten Erfahrungen ihres Mannes entschließt sich deshalb auch Birgit Saatrübe-Möllers für eine Operation. Die Schmerzen kann sie kaum noch aushalten: „In einem gesunden Gelenk wirken Knorpel wie Stoßdämpfer. Sind diese Knorpel geschädigt oder aufgelöst, reiben Knochen auf Knochen und ihre Struktur verändert sich. Es kommt zu schmerzhaften Entzündungen. Man spricht von Arthrose, in unterschiedlichen Stadien. Im Fall von Frau Saatrübe-Möllers war bereits das vierte Stadium erreicht und die Röntgen- und MRT-Bilder haben bereits eine deutliche und fortgeschrittene Zerstörung des Gelenkes gezeigt“, erklärt Dr. Jochen Plutat, Chefarzt an der HELIOS ENDO-Klink Hamburg und ebenfalls einer der Top-Hüftchirurgen in Deutschland. Er wird der Hamburgerin das Kunstgelenk implantieren.

Im Mai 2014 setzt der erfahrene Mediziner der Hamburgerin auf der rechten Seite eine zementfreie Hüfttotalendoprothese ein. Eine Woche bleibt sie in der ENDO-Klinik, bereits nach dem ersten postoperativen Tag geht es mit der Physiotherapie los. Danach folgen drei Wochen Reha im Rehazentrum der ENDO-Klinik. Diese ist sehr wichtig, denn der Umgang mit dem neuen Gelenk muss geübt und die Muskeln trainiert werden.

Heute geht es Birgit Saatrübe-Möllers wieder gut. Sie kann schmerzfrei gehen und auf Events lange stehen. „Wichtig ist aber auch, dass man sich gut auf solch eine OP vorbereitet. Fitness ist eine gute Voraussetzung, um nach der Operation wieder schneller auf die Beine zu kommen. Ohne Sport dauert es länger“, empfiehlt sie. Zu ihren künstlichen Hüften haben heute beide volles Vertrauen. Durchschnittlich 20 bis 25 Jahre halten diese. Nach ihren drei OPs können Birgit Saatrübe-Möllers und Ulrich Möllers nur bestätigen: „Bewegung macht so viel Freude und ein künstliches Hüftgelenk schenkt einem diese Bewegungsfreude zurück. Es ist einfach nur wundervoll, diese neue Lebensqualität. Wir haben wieder Freude an jeder Art von Bewegung, und endlich können wir wieder gemeinsam Golf spielen.“

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