Regionen
Nachrichten aus Ihrer HELIOS Region.

Mit einfachen Tipps Brandverletzungen vermeiden

Rund 30.000 Brandverletzungen werden bei Kindern jedes Jahr in der Bundesrepublik behandelt, überwiegend ambulant. Die häufigsten Ursachen lassen sich jedoch leicht vermeiden, so Dr. Harald von Suchodoletz, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie an den Helios Kliniken Schwerin.

Die Selbsthilfegruppe Paulinchen – gegründet durch Eltern von betroffenen Kindern – hat den 7. Dezember als Tag des brandverletzten Kindes ausgerufen und gibt Eltern Tipps, wie sie eine sichere Umgebung für ihre Kleinen schaffen können. Einfache Vorsichtsmaßnahmen reichen häufig schon aus.

Die dampfende Kaffeetasse steht auf dem weihnachtlich gedeckten Tisch. Ein Griff des Kleinkindes an die Tischdecke und das Unglück ist passiert. „Heruntergerissene Tassen mit Kaffee oder anderen Heißgetränken sind die häufigste Ursache für Brandverletzungen bei Kindern, die gerade das Laufen lernen“ erklärt der Chefarzt. Dabei reicht eine Tasse aus, um bis zu 30 Prozent der Körperoberfläche zu verbrühen. Zurück bleiben häufig Narben. Für Kinder ist das besonders problematisch. Dr. von Suchodoletz: „Das Narbengewebe wächst nicht mit. Werden die Kinder größer, bedeutet das ständige Schmerzen und Korrekturoperationen.“ Das kann auch psychische Folgen haben, ergänzt der Experte.

Eine weitere Gefahrenquelle gerade in der Winterzeit ist das Inhalieren. Nicht nur, dass der heiße Dampf zu Verbrühungen führen kann – Kinder nehmen automatisch Abstand, wenn es zu heiß wird und werfen dabei immer wieder die Behälter mit dem heißen Wasser um. „Bei so einem Unfall sehen wir dann verbrühte Oberkörper und Oberschenkel“, erzählt der Chefarzt. In seiner Klinik müssen etwa 30 Kinder im Jahr wegen solcher Verbrühungen stationär behandelt.

 

zurück zur Übersicht