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Keine Angst im Krankenhaus

Bruno hat eine Lungenentzündung. Mit dem Rettungswagen wurde er ins Helios Klinikum Uelzen gebracht. Zum Glück stehen bereits 13 Doktoren aus dem Natendorfer Kindergarten bereit, um den Teddy zu versorgen. Beim Projekt „Keine Angst im Krankenhaus“ lernen sie kindgerecht, was sie als Patient im Krankenhaus erleben.
Bruno muss dringend inhalieren. Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Andrea Krahn erklärt seinen Doktoren, wie das geht. Foto: Sonja Mengering

Dr. Swen Geerken, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin, der das Projekt vor elf Jahren in Uelzen aufgebaut und gemeinsam mit Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Andrea Krahn etabliert hat, sagt: „Wir möchten den Kindern spielerisch die Abläufe der deutschen Rettungskette vermitteln – vom Notfall über die Aufnahme im Krankenhaus mit den medizinischen Untersuchungen bis in den OP-Saal“.

Es nützt ja nix - Teddy Bruno muss da jetzt durch: Die Kinder schlüpfen im Helios Klinikum Uelzen in die Rolle der Ärzte und holen Bruno aus dem Hubschrauber ab und begleiten ihn zu Untersuchungen und lernen so kindgerecht, was im Krankenhaus passiert.

Das Alleinstellungsmerkmal ist der Perspektivenwechsel: Während Kinder in klassischen Teddy-Klinken ihre kranken Kuscheltiere wie ein Elternteil zur Behandlung begleiten, schlüpfen sie im Helios Klinikum Uelzen in die Rolle der Ärzte – und Teddy Bruno ist ihr Patient. Seine fünf- bis siebenjährigen Doktoren nehmen ihn am Rettungswagen in Empfang und begleiten ihn auf die Kinderstation. Dort hören sie sein Herz ab, helfen ihm beim Inhalieren, nehmen Teddy- Blut ab und spritzen Medizin. Parallel dazu lernen Brunos Ärzte spielerisch, wie Blutdruckmessung und Ultraschall funktionieren. Nebenbei hilft Schwester Andrea beim Anlegen von Mundschutz, OP-Haube, Kittel und Handschuhen und erklärt, warum sich Ärzte manchmal „verkleiden“.

„Wir erleben im Alltag immer wieder, dass Kinder, die das Projekt mitgemacht haben, weniger ängstlich und sogar interessiert sind, wenn sie tatsächlich als Notfall zu uns kommen“, sagt Dr. Geerken. Und Bruno? Der kleine Teddy hat Glück: Die Medikamente schlagen schnell an und Mama Bär darf ihn schon bald mit nach Hause nehmen.

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