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In guten Händen – Pflege in der ENDO-Klinik

„Pflegemangel“ oder „zu wenig Zeit für die Patienten“ sind Schlagzeilen, die in den vergangenen Monaten häufig in den Medien zu lesen waren. „Fordernd ist unser Beruf natürlich, aber eben auch sehr erfüllend“, sagt dagegen jemand, der es wissen muss ...
Foto: Sven Brügmann

... Christina Westphal, Gesundheits- und Krankenpflegerin und Stationsleitung in der HELIOS ENDO-Klinik. Sie arbeitet seit zehn Jahren in ihrem Beruf – noch immer mit sehr viel Begeisterung und Engagement.

Rund 170 Mitarbeiter im Pflege- und Funktionsdienst sind in der HELIOS ENDO-Klinik in unterschiedlichen Funktionen und Diensten im Einsatz, von den Ambulanzbereichen bis hin zu Operationssälen und Stationen, Tag und Nacht, sieben Tage die Woche. Sie alle sind bestens ausgebildet, viele von ihnen zusätzlich spezialisiert und mit besonderen Qualifikationen ausgestattet. Gemeinsam mit den Ärzten sorgen sie dafür, dass die Patienten, die hier täglich ambulant und stationär behandelt werden, die Klinik gesund und geheilt wieder verlassen und dabei ihren Aufenthalt in guter Erinnerung behalten. Eine von ihnen ist Christina Westphal.

06:30 Uhr
Schichtbeginn auf der Station „Elbe“. Seit zehn Jahren arbeitet Christina Westphal als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Neben den pflegerischen Aufgaben in der stationären Versorgung der Patienten gehören auch die Leitung der Station „Elbe“ und deren Mitarbeitern zu ihren täglichen Aufgaben. Die Übergabe des Nachtdienstes an den Tagdienst ist beendet, der Frühdienst startet. Die zuständigen Gesundheits- und Krankenpfleger der Station „Elbe“ haben alle nötigen medizinischen Geräte und Dokumente bei sich. Leise klopft Christina Westphal an die erste Tür. „Guten Morgen“, lächelt sie und fragt einen Patienten nach seinem Befinden. Christina Westphal weiß, dass sie diesem Patienten mit viel Ruhe und Geduld begegnen muss. Eine gute Krankenbeobachtung und eine einfühlsame Kommunikation sind besonders wichtig.

Nach der pflegerischen und medizinischen Diagnostik werden diese Daten in die Patientendokumentation eingetragen. Dass sie heute viel mit PC-Programmen dokumentieren können, erleichtert ihre Arbeit sehr. Nun beginnen sie mit der Versorgung des Patienten. Während dieser Tätigkeiten hört Christina Westphal dem Patienten aufmerksam zu. „Das Einbeziehen des Patienten in den Pflegeprozess, offen sein für Ängste und Sorgen der Patienten, und das aktive frühe Mobilisieren der Patienten ist eine wichtige Aufgabe, die auf die Rehabilitation vorbereitet“, erklärt die 30-Jährige. „Deshalb werden wir auch im Umgang mit sehr ängstlichen oder dementen Patienten und anderen Disziplinen wie Kommunikation und Gesprächsführung geschult.“ Neben medizinischem Fachwissen ist es ebenfalls wichtig, dass man sich in andere Menschen gut einfühlen kann.

08:00 Uhr
Die chirurgischen Ärzte kommen zur Visite. Als Stationsleitung begleitet Christina Westphal die Ärzte, um die Belange der Patienten zu klären, den Prozess der anstehenden Diagnostiktermine zu koordinieren und die Entlassung frühzeitig zu planen. Verantwortlich sind sie und ihr Team auf der Station Elbe für die Versorgung von 64 orthopädischen Patienten. Nachdem die Visite abgeschlossen ist, wird den Patienten das Frühstück gebracht. Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee weht in die Zimmer. Verpflegungsassistenten verteilen die Mahlzeiten und nehmen Speisewünsche auf.

10:00 Uhr
Neben der Patientenversorgung steht auch Personalarbeit an. Ein guter Moment für Christina Westphal, sich ihren Mitarbeitern zu widmen, ihren Sorgen, Ängsten und Wünschen. „Das bringt die Position der Stationsleitung in der Pflege mit sich“, sagt Christina Westphal. „Als Leitung bin ich Anlaufstelle für jeden – Patienten, Angehörige, Pflegekräfte und Ärzte. Ich versuche immer ein offenes Ohr für jeden zu haben.“ Die Verbundenheit untereinander und das dadurch entstandene Wir-Gefühl im Team sind ein guter Motivator gegen den täglichen Stress. „Und eine positive Haltung im Team wirkt sich auch auf die Genesung der Patienten und auf ihre Zufriedenheit aus. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen werden die Patienten bei uns optimal behandelt“, so Uwe Westhues, Pflegedirektor der ENDO-Klinik.

11:00 Uhr
Nach einem Blick auf die Personalorganisation stehen die Aufnahmegespräche mit den neuen Patienten an. Christina Westphal kann sich wieder um ihre Patienten kümmern. Denn das ist es, was den Pflegeberuf ausmacht. Vor zehn Jahren hat sie ihre Ausbildung angefangen. Dort ist dann die Liebe zum Beruf entstanden und geblieben. Die erfahrene Gesundheits- und Krankenpflegerin weiß, dass der erste Tag im Krankenhaus für die Patienten immer eine ganz besondere Situation ist, an die häufig viele Ängste geknüpft sind. Ungewohnte Umgebung, viele Leute, unverständliche Abläufe, all das verunsichert und desorientiert viele Patienten.

„Ganz wichtig ist für mich deshalb auch das Aufnahmegespräch mit dem Patienten und dessen Angehörigen“, so Christina Westphal. „Für dieses Gespräch nehme ich mir sehr viel Zeit und versuche, unseren neuen Patienten die Ängste zu nehmen, sie zu beruhigen, zu ermutigen und auch die Angehörigen mit in diesen Prozess einzubeziehen. Außerdem bieten wir eine Patientenschulung einen Tag vor der geplanten Operation an. Dort stellen sich die Pflegenden und die Physiotherapeuten vor und erklären die nächsten Schritte in
der Klinik.“ Uwe Westhues, Pflegedirektor der HELIOS ENDO-Klinik, ergänzt: „Die Pflegekräfte stehen den Patienten neben dem ärztlichen Personal als kompetenter Partner während des Genesungsprozesses zu jeder
Tages- und Nachtzeit zur Seite und haben so immer ein Ohr für die Bedürfnisse der Patienten. Deshalb ist eine sehr gute Pflege die ‚halbe Miete‘ für den Behandlungserfolg unserer Patienten.“

14:30 Uhr
Die Frühschicht von Christina Westphal geht zu Ende. Die Übergabe des Pflegepersonals der Frühschicht an die Spätschicht findet immer am Patientenbett statt. Das ist wichtig, denn der Patient kennt so sofort das Gesicht seiner zuständigen Pflegekraft und wird aktiv in den Prozess mit einbezogen. „Ja, unser Beruf ist oft fordernd, aber ich liebe meine Arbeit. Menschen dabei zu unterstützen, wieder gesund und selbstständig zu werden, das erfüllt mich“, sagt sie. Und ergänzt, dass die Perspektiven der Gesundheits- und Krankenpfleger sehr gut sind. In den vergangenen Jahren hat sich der Pflegeberuf immer weiter spezialisiert und professionalisiert – und so wird es auch in der Zukunft weitergehen. Es gibt viele Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten wie beispielsweise zum Wundmanager oder zur Pain Nurse bis hin zu verschiedenen Studiengängen. 

„Hier in der ENDO-Klinik setzt man auf eine fundierte Personalentwicklung. Jede examinierte Pflegekraft kann sich an der Patientenversorgung orientiert für einen bestimmten Schwerpunkt entscheiden und sich fortbilden“, erklärt Antje Linden, stellvertretende Pflegedirektorin der ENDO-Klinik. Ein gutes Beispiel dafür ist Christina Westphal selbst. Sie studiert im zweiten Jahr Pflegewissenschaften an einer Fernuniversität in Österreich. Mit einem Bachelor der Pflegewissenschaften in der Tasche stehen ihr weitere Berufsfelder und Karrieremöglichkeiten offen. Das sind gute Aussichten nicht nur für Christina Westphal, sondern auch für alle Patienten: Das Wissen aus dem Studium hilft ihr dabei, ihre Erfahrungen umzusetzen und zum Wohle der Patienten nach aktuellen Standards reflektiert anzuwenden.

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