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Schwerin

Herzklappenfehler auch im fortgeschrittenen Alter erfolgreich

Eine Aortenstenose – die Verengung der Herzklappe etwa durch Kalkablagerungen – ist eine häufige Erkrankung im höheren Lebensalter. Die Erneuerung dieser Herzklappe mittels Herzkathetertechniken wird durch die Schweriner Ärzte bereits seit einigen Jahren durchgeführt.
Chefarzt der Kardiologi und Angiologie Prof. Dr. Alexander Staudt

Durch die großen Erfahrungen auf diesem Gebiet konnte jetzt eine neue Generation dieser Herzklappenprothesen erstmals in Norddeutschland durch die Schweriner Spezialisten implantiert werden. 

Jede Bewegung wurde für Werner Heinrich immer anstrengender. Der 94jährige konnte nur wenige Meter zurücklegen, bis er eine Pause einlegen musste. Hakte er dies zunächst noch unter normalen Altersbeschwerden ab, wurde Heinrich Mitte Juli zweimal kurz hintereinander plötzlich bewusstlos. Er kam deshalb in die Kardiologie der HELIOS Kliniken Schwerin. Die Diagnose: Aortenstenose. Chefarzt Prof. Dr. Alexander Staudt erklärt, was dahintersteckt: „Der Durchfluss des Blutes von der linken Herzkammer in die Hauptschlagader wird durch Kalkablagerungen eingeschränkt. Je kleiner der Durchlass wird, umso stärker muss das Herz pumpen. Die Folge sind Schwindel, eine Minderversorgung des Gehirns mit sauerstoffreichem Blut und Kurzatmigkeit.  Je nach Belastung kann es auch zur Bewusstlosigkeit führen.“

Im Herzzentrum Nord-Ost, einer Kooperation von HELIOS mit dem Universitätsklinikum Rostock, wurde Werner Heinrich eine neuartige Herzklappe implantiert. Diese beinhaltet einen selbstexpandierenden Stützkorpus, weitet sich also nach dem Einsatz von alleine aus, um den Durchfluss an der Herzklappe offen zu halten. Der Eingriff erfolgt über den Herzkatheter, womit Werner Heinrich ein großer Eingriff am offenen Herzen erspart wurde. „Das ist ein sehr schonendes Verfahren, mit dem wir ab sofort auch dann noch helfen können, wenn die chirurgische Methode nicht mehr möglich ist", so Prof. Staudt. Dank der Zusammenarbeit mit Rostock konnten so in den letzten Monaten mehrere Verfahren etabliert werden, welche Patienten mit zu schwachen Herzen eine neue Perspektive geben.

Werner Heinrich fühlt sich sechs Tage nach dem Eingriff schon wieder sehr gut. Er ist fit und konnte es bereits kurz nach der Operation nicht mehr abwarten, endlich aufzustehen. „Meine Lebensqualität hat sich wieder verbessert. Ich freue mich darauf, bald nach Hause zu kommen“, so Heinrich. Auch Prof. Staudt betont, dass die Patienten bereits nach kurzer Zeit wieder auf dem Weg der Besserung sind. „Der kleine Zugang über das Leistengefäß verheilt schnell, so dass die Patienten sehr bald keine Beschwerden mehr haben. Die neue Herzklappe funktioniert sofort, mit den vorherigen Problemen ist direkt nach dem Einsatz nicht mehr zu rechnen.“

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