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Gesund für Kinder?

Ernährungsmythen unter der Lupe

„Iss nicht so viel Schokolade, sonst kriegst du Pickel.“ Jeder kennt sicherlich die Ermahnungen aus seiner Kinderzeit. Dabei halten sich bestimmte Mythen rund um die kindliche Ernährung hartnäckig. HELIOS aktuell ist einigen von ihnen auf den Grund gegangen:
Lecker... Hin und wieder sollten Kinder auch beim Essen über die Stränge schlagen dürfen. Foto: Sascha Steinbach

Kaugummi schlucken verklebt den Magen
Ernährungsberater sind sich einig, dass das nicht der Fall ist, sondern Kaugummi genauso verdaut wird wie anderes auch. Kaugummi-Kauen hat sogar sehr positive Wirkungen. Zum einen regt es die Bildung von Enzymen und damit die Verdauung an. Zum anderen verbessern sich durchs kräftige Kauen Durchblutung und Sauerstoffzufuhr im Gehirn und damit die Konzentration.
 
Möhren sind gut für die Augen
Da ist was Wahres dran. Möhren enthalten Beta-Karotin. Wird dies zusammen mit Fett aufgenommen, baut der Körper es zu Vitamin A um, und das hat tatsächlich positiven Einfluss auf das Sehvermögen. Allerdings kann man auch auf andere Gemüsesorten wie Brokkoli oder Spinat zurückgreifen, in denen die Wirkstoffe ebenfalls enthalten sind.

Fünf am Tag
Kinder sollten durchaus mehrere Mahlzeiten am Tag essen, da sie nicht wie Erwachsene lang anhaltende Energiespeicher besitzen. Daher können Kinder zwischen den energiereicheren Hauptmahlzeiten – morgens, mittags und abends – mit kleineren Snacks zusätzliche Energie tanken. Allerdings muss man sich nicht sklavisch an die Anzahl der Mahlzeiten halten, denn gesunde Kinder haben eine natürliche Hunger- und Sättigungsregulation.

Zum Essen nichts trinken
Das ist ernährungswissenschaftlich nicht sinnvoll, denn ausreichend zu trinken gehört in jedem Alter dazu. Nicht nur dass das Essen mit einem Getränk besser flutscht, es hilft auch noch bei der Verdauung. Besonders eignen sich Wasser, ungesüßter Tee oder auch leichte Schorlen.

Den Teller immer leer essen
Experten sind sich einig: Kinder sollten nicht dazu gezwungen werden aufzuessen, wenn sich nicht mehr mögen. Lieber eine kleinere Portion oder auf Wunsch einen Nachschlag anbieten. Oder die Kinder dürfen sich eine Kinderportion selber nehmen und lernen so besser einzuschätzen, wie groß ihr Hunger tatsächlich ist.

Und wie steht es nun mit der Schokolade und den Pickeln? Gründe für Mitesser liegen vor allem in einer vermehrten Talgproduktion und verstärkten Produktion von Hornzellen, die die Poren verstopfen.  Allerdings ist es richtig, dass man mit einer gesunden, zuckerarmen Ernährung sein Hautbild positiv beeinflussen kann.

 

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