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Schmerzfrei gärtnern

Den Hexenschuss im Blumenbeet vermeiden

Stundenlanges Graben und Buddeln ist zwar gut für das Beet, aber schlecht für den Rücken. Johannes Reich, Physiotherapeut des ENDO Rehazentrums, gibt Tipps, wie man gelenk- und rückenschonend mäht und säht.
Milde Temperaturen und warme Sonnenstrahlen locken viele Hobbygärtner ins Freie. Damit die Freude an der üppigen Blütenpracht nicht dem Frust über schmerzende Gelenke weichen muss, ist die richtige Körperhaltung wichtig. Foto: Pixabay_©_Free-Photos

Blumen raus, Unkraut jäten, Beete harken – jetzt beginnt wieder die Gartensaison. Auch wenn Gartenarbeit viel Spaß macht, kann sie ein schnelles Ende haben, wenn auf einmal ein stechender Schmerz in die Knochen fährt. Kein Wunder, graben doch viele Hobbygärtner zu lange in gleicher Körperhaltung, heben falsch oder arbeiten mit unpassenden Geräten. Verspannungen und Rückenschmerzen können die Folge sein.

Johannes Reich ist Physiotherapeut des ENDO Rehazentrums Hamburg.

„Ob man Erde lockert, Blumen wässert oder Gießkannen schleppt – wichtig ist, dieses mit einer angepassten Körperhaltung zu tun, die Dauer der Arbeit an den Trainingszustand anzupassen und optimaler Weise sich ein wenig mit Mobilisations- und Aktivierungsübungen warm zu machen für die harte Arbeit“, so Johannes Reich, therapeutischer Leiter des ENDO Rehazentrums. Eine mögliche entlastende Haltung kann zum Beispiel sein, einen Ausfallschritt zu machen und leicht in die Knie zu gehen. Entlastend sind auch Gartengeräte mit einem langen Stiel, so genannte ergonomisch ausgerichtete Gartengeräte.

Wenn möglich, verteilen Sie das Gewicht: Nehmen Sie lieber zwei kleine Säcke Erde als einen großen und verwenden Sie, wenn möglich, Hilfsmittel wie beispielsweise eine Schubkarre. Wer Blumenkübel oder schwere Säcke voller Erde schleppen muss, sollte die Last mit den Armen möglichst dicht am Körper halten und erst dann hochheben.

Johannes Reich rät, alle 30 Minuten die Tätigkeit zu variieren oder einfach eine kurze Pause einzulegen, um sich zu recken und zu strecken. Einige Schritte zwischendurch zu gehen, entlasten ebenfalls. Trinkpausen sind ebenfalls wichtig.

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