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Cuxhaven

Aktivierende Pflege – Schneller mobil

Die Pflegedirektoren Kathrin Nehls und Bernd Hartig setzen im Alltag auf aktivierende Pflege in den HELIOS Kliniken Cuxhaven. Wir haben nachgefragt, was es damit auf sich hat.
Über aktivierende Pflege sprechen Kathrin Nehls, Pflegedirektorin des HELIOS Seehospitals Sahlenburg und Bernd Hartig, Pflegedirektor der HELIOS Klinik Cuxhaven. Foto: David Farcas
Über aktivierende Pflege sprechen Kathrin Nehls, Pflegedirektorin des HELIOS Seehospitals Sahlenburg und Bernd Hartig, Pflegedirektor der HELIOS Klinik Cuxhaven. Foto: David Farcas

Was versteht man unter aktivierende Pflege?

Kathrin Nehls:
Kurz gesagt: Hilfe zur Selbsthilfe! Sie erkennt die Ressourcen und Bedürfnisse des Patienten und unterstützen ihn, indem wir Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Und das geht am besten Hand in Hand: Wir fragen den Patienten, was für ihn gut und wichtig ist, um gemeinsam mit ihm die beste Lösung zu finden, damit er möglichst rasch wieder zur gewohnten Selbstständigkeit zurückfindet.

Was ist der Vorteil der aktivierenden Pflege?
Bernd Hartig:
Dieser Pflegestil möchte verhindern, dass Fähigkeiten wegen fehlender körperlicher und geistiger Übung weiter abnehmen. Im Idealfall können durch die aktivierende Pflege sogar verlorengegangene Fähigkeiten wiedererlangt werden.

Wie sieht das im Krankenhausalltag ganz praktisch aus?
Kathrin Nehls:
Bei der aktivierenden Pflege übernimmt die Gesundheits- und Krankenpflegekraft nicht „automatisch“ alle Handgriffe für den Patienten. Im Gegenteil, sie zieht ihn im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv in die Pflege mit ein. Dabei sollte der Patient nicht überfordert werden, aber ausreichend tun, um so viel Freiraum und Unabhängigkeit von der Pflegekraft wie nur irgendwie möglich zu entwickeln.

Kostet die aktivierende Pflege nicht mehr Zeit und Geduld?
Bernd Hartig:
Bis die vollständige Übernahme einer Tätigkeit vom Patienten wiedererlangt wird, dauert es seine Zeit. Aber diese Anstrengung lohnt sich, denn wenn sich ein Patient beispielsweise wieder alleine ankleiden kann, erhöht das sein Selbstvertrauen und motiviert ihn für alle anderen Therapien und Alltagsschritte. Während die traditionelle kompensatorische Pflege kann gerade bei älteren Patienten zu anhaltender, manchmal sogar anwachsender Pflegebedürftigkeit mit steigendem Pflegeaufwand führen.

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