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Herr Bert berichtet live von der WM in Russland

Warum Fußballgucken gesund ist

Die WM in Russland steht vor der Tür und die Vorfreude auf spannende Spiele und spektakuläre Tore ist groß. Millionen Zuschauer verfolgen die Spiele zuhause im Fernsehen, beim Public Viewing oder live im Stadion – und tun damit etwas für ihre Gesundheit.
Mitfiebern im Stadion: Gemeinschaftserlebnis pur. Foto: Klaus Wachsen

30 Millionen Fans in Deutschland haben das EM-Halbfinale 2016 in Marseille im Fernsehen verfolgt – und beim Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich mitgelitten. Nach zwei Jahren ist die Enttäuschung längst überwunden und es darf endlich wieder mitgefiebert werden: Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland startet und wird erneut Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt vor die heimischen Fernsehgeräte ziehen.  Während sich also die einen auf dem Rasen abrackern, machen es sich die anderen auf dem Sofa bequem? Nicht ganz: Spannende Spiele und Elfmeter-Krimis verlangen auch den mitfiebernden Fans – ob im Stadion, beim Public Viewing oder in den heimischen Vier Wänden – körperlich so einiges ab.

Fußball ist nicht nur Kopfsache
Foto: Klaus Wachsen

Beim Verfolgen eines spannenden Spieles durchleben die Zuschauer eine regelrechte Berg- und Talfahrt der Gefühle. Freude, Angespanntheit, Hoffnung, Verzweiflung und Euphorie liegen dann nah beieinander. „Dabei kann emotionaler Stress entstehen, der Puls und Blutdruck ansteigen lässt“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Tebbenjohanns, Chefarzt Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin Helios Klinikum Hildesheim. „Für einen gesunden Menschen ist dies völlig unbedenklich. Bei herzkranken Patienten ist jedoch Vorsicht geboten, denn emotionaler Stress kann schlimmstenfalls zu ernsthaften Herzrhythmusstörungen oder gar zum Herzinfarkt führen“, so Prof. Tebbenjohanns und rät: „Vorbeugend kann es zum Beispiel sinnvoll sein, Art und Dosierung der Medikamente anzupassen. Wenn das Spiel zu nervenaufreibend wird, hilft es auch, den Raum kurz zu verlassen und frische Luft zu schnappen.“

Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten
Prof Dr. Tebbenjohanns (links): „Weltmeister wird jemand aus der EU.“ Prof. Dr. Tronnier: „Natürlich drücke ich Jogis Jungs die Daumen, glaube aber, dass diesmal die Konkurrenz mit Brasilien, Frankreich und Spanien zu groß sein wird.“

Eine alte Fußballweisheit, die für Fans nur bedingt zutrifft. Denn beim Public Viewing oder im Stadion sind es meist mehrere Stunden – inklusive Halbzeitpause und Nachspielzeit – in denen die Zuschauer der prallen Sonne ausgesetzt sein können. Und von einem Sonnenstich oder Kreislaufproblemen möchte sich schließlich niemand das Gruppenjubeln vermiesen lassen. Prof. Dr. Michael Tronnier, Chefarzt Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie im Helios Klinikum Hildesheim empfiehlt: „Unterschätzen Sie die Sonnenstrahlung nicht und denken Sie an einen wirksamem Sonnenschutz. Ich rate außerdem zu luftiger, atmungsaktiver Kleidung und einer Kopfbedeckung, besonders für kleine Fußballfans. Die Farbwahl  darf sich dabei gern an Vereins- oder Landesfarben orientieren.“ Bei hohen Temperaturen sollte man zudem daran denken, ausreichend zu trinken.

Neben der Hitze kann auch der erhöhte Lärmpegel (Stichwort Vuvuzela) im Stadion oder auf der Fanmeile zu einem echten „Spielverderber“ werden. „Inmitten der feiernden Fans herrschen Schallpegel von teils weit über 100 Dezibel. Dabei können schon niedrigere Lärmpegel zu ernsthaften und mitunter bleibenden Hörschäden führen“, erläutert Prof. Dr. Burkard Schwab, Chefarzt Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde im Helios Klinikum Hildesheim. Die Lösung ist einfach: „Ein Paar Ohrstöpsel passen in jede Hosentasche und können bei Bedarf eingesetzt werden. Die empfindlichen Ohren von Kindern sollten aber unbedingt geschützt werden.“

Die Wahrheit liegt auf dem Platz
Prof. Dr. Schwab (links): „Auch wenn ich natürlich der deutschen Mannschaft die Daumen drücke, glaube ich nicht an eine erfolgreiche Titelverteidigung. Diesmal ist vielleicht der bei der letzten WM deklassierte Halbfinalgegner Brasilien am Drücker.“ Dr. Lekkos glaubt: „Dieses Jahr wird ein Außenseiter Weltmeister, mit dem keiner rechnet.“

Mit der richtigen Vorbereitung ist das gemeinsame Mitfiebern mit Freunden, Familie und den anderen Fans – die im Stadion oder beim Public Viewing schnell zu Freunden werden – kein Gesundheitsrisiko. Ganz im Gegenteil: „Das Anfeuern und Zittern in der Gruppe ist ein gemeinschaftsstiftendes Erlebnis, bei dem Emotionen frei ausgelebt werden können. Ausgelassenes Jubeln kann Stress und innere Anspannungen lösen“, sagt Dr. Konstantin Lekkos, Chefarzt der Klinik für Altersmedizin im Helios Klinikum Hildesheim. Der Geriater und sein Team haben aus dem „Wohnzimmer“, dem Patientenaufenthaltsraum auf der geriatrischen Station, sogar einen kleinen WM-Palast gemacht. In dem liebevoll dekorierten Raum werden alle Spiele der WM auf einer Leinwand gezeigt. Dr. Lekkos freut sich über das Angebot für seine Patienten: „Es bringt die Menschen zusammen, fördert Gespräche und lässt die Sorgen des Alltags für einen Moment vergessen.“

Doch natürlich ist nichts besser für unsere Gesundheit als die eigene körperliche Betätigung. Wer durch die WM auf den Geschmack kommt, kann in vielen der niedersächsischen Helios Kliniken auch selbst kicken: Die Angebote des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sind vielfältig. Im Vordergrund sollte beim Fußballgucken und -spielen schließlich immer eines stehen: der Spaß.

Auch in den Helios Kliniken der Region Niedersachsen herrscht WM-Fieber. Hier werden Spiele der deutschen Mannschaft übertragen:

Helios Klinikum Hildesheim
Die LECKERIA, die Cafeteria des Helios Klinikum Hildesheim, zeigt das dritte Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft (27. Juni, 16 Uhr, Südkorea – Deutschland) auf einer Leinwand. Alle Mitarbeiter, Patienten und Besucher sind herzlich eingeladen. Das LECKERIA-Team sorgt für Leckeres vom Grill.

Helios Klinikum Uelzen
In Uelzen werden alle Spiele der deutschen Mannschaft live auf einer Leinwand im Foyer des Klinikums übertragen. Patienten, Besucher und Mitarbeiter sind herzlich willkommen.

Helios Klinikum Gifhorn
Im Rahmen eines kleinen Mitarbeiterfestes inklusive Grillen wird das dritte Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft (27. Juni, 16 Uhr, Südkorea – Deutschland) im Konferenzraum 1 gezeigt.

Helios Klinik Herzberg/Osterode
Die Klinik-Cafeteria zeigt mindestens alle Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft und heißt alle interessierten Patienten, Besucher und Mitarbeiter ab 30 Minuten vor Spielbeginn herzlich willkommen.

Herr Bert berichtet von der WM in Russland

Normalerweise erklärt Herr Bert in der Printausgabe der Helios aktuell medizinische Fakten aus der Helios-Welt. Jetzt macht er sich für die Helios aktuell Online auf die Reise nach Russland, um von der Fußball-WM zu berichten und auszuprobieren, wie gesund Fußballgucken nun wirklich ist. Bleiben Sie gespannt.

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