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Urlaubstipps für Reiseapotheke und Co.

„Ich packe meinen Koffer und nehme mit…“

Sommer, Sonne, Sonnenschein: Wohin zieht es Sie im diesjährigen Sommerurlaub? Ob Ostsee oder die fernen Tropen – wie Sie und Ihre Familie im Urlaub fit bleiben und was unbedingt ins Gepäck gehört, wissen unsere Experten aus der Region Niedersachsen.

Sind Ihre Koffer schon gepackt? In Niedersachsen und anderen Bundesländern haben die Sommerferien begonnen. Jetzt steht die schönste Jahreszeit bevor: die Urlaubszeit. Wer nicht auf Balkonien bleiben möchte, der packt seine sieben Sachen und setzt sich ins Auto oder in den Flieger Richtung Süden. Wie Sie für den Urlaub bestens gerüstet sind, erklären unsere Experten.

Sonnenbaden mit Bedacht

So viel ist klar: Ein wirksamer Sonnenschutz mit mittlerem bis hohem Lichtschutzfaktor gehört zur Grundausstattung im Reisegepäck. Aber Eincremen ist nicht gleich Eincremen, betont Prof. Dr. Michael Tronnier, Chefarzt Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie im Helios Klinikum Hildesheim: „Häufig wird das Sonnenschutzmittel zu dünn aufgetragen. Seien Sie ruhig großzügig und vergessen Sie Ohren, Lippen, Haaransatz, auch Geheimratsecken und Fußrücken nicht.“ Sonnenmilch ist jedoch kein Allheilmittel, erklärt Prof. Tronnier: „Sonnenschutzcremes können die Haut nur für eine gewisse Zeit vor einem Sonnenbrand schützen. Meiden Sie, wenn möglich, die intensive Mittagssonne und cremen Sie z. B. nach dem Bad regelmäßig nach. „Erneutes Eincremen verlängert aber den Zeitraum des sicheren Schutzes nicht.
Auch die Augen können durch Besonnung geschädigt werden, eine Sonnenbrille mit gutem UV-Schutz gehört daher ebenfalls mit ins Reisegepäck“, sagt Prof. Tronnier und warnt: „Jeder einzelne Sonnenbrand in unserem Leben erhöht grundsätzlich das Risiko, eines Tages an Hautkrebs zu erkranken. Das sollte man auch im Urlaub nicht vergessen.“

Reisen mit dem Baby

Sandra Siewert, Leitende Hebamme an der Helios Klinik Herzberg/Osterode, rät, den ersten gemeinsamen Urlaub als junge Familie nicht zu schnell anzugehen: „Die Geburt ist für Mutter und Kind anstrengend. Gönnen Sie sich ein paar Wochen zur Erholung zu Hause, um sich in den ersten drei Lebensmonaten des Babys in Ruhe aneinander zu gewöhnen.“ Geht es dann auf die Reise hat die Hebamme folgende Tipps: „Bei längeren Autofahrten sollte etwa alle zwei Stunden eine Pause eingelegt werden, in der das Baby aus der Babyschale genommen und falls möglich auf eine Decke gelegt wird. So kann der Nachwuchs eine Weile strampeln und die empfindliche Babywirbelsäule kann sich strecken“. Auch fürs Fliegen hat die Geburtshelferin einen Rat: „Flugreisen sollten am Anfang am besten nicht länger als vier Stunden dauern. Zudem leiden auch Säuglinge bei Start und Landung unter dem schmerzhaften Druck im Ohr. Wer sein Kind währenddessen stillt oder füttert, kann den Babys durch das Schlucken den Druckausgleich erleichtern.“

Am Flughafen entspannt einchecken

Schon bevor man im Flieger sitzt, kann man sich eine Menge Stress ersparen: Der Alarm der Sicherheitskontrolle am Flughafen schlägt meist an, wenn ein Gürtel oder Schmuckstück nicht abgenommen oder Kleingeld in der Hosentasche vergessen wurde. Immer häufiger lösen jedoch auch medizinische Teile im Körper des Reisenden die sensiblen Metalldetektoren aus. „Dass künstliche Gelenke und Schrauben nicht für die Kontrolle abgelegt werden können, versteht sich von selbst“, so Dr. Michael Stalp, Ärztlicher Direktor und Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie an den Helios Kliniken Mittelweser. „Menschen mit Prothesen oder Implantaten sollten daher immer, aber gerade bei Metallkontrollen wie am Flughafen, ihren Endoprothesen-Pass dabei haben und dem Sicherheitspersonal bereits vorab vorlegen. Das spart Erklärungen und Zeit.“

Von Australien bis Zypern: Die richtige Reiseapotheke

„Egal wohin die Reise geht: Eine Grundausstattung an Medikamenten sollte man dabei haben“, sagt Dr. Stefan Köppen, Chefarzt Klinik für Gastroenterologie und Onkologie im Helios Klinikum Hildesheim. Der Tropenmediziner erklärt: „Bei leichten Erkrankungen oder kleinen Verletzungen sparen Sie sich so die Suche nach einer Apotheke am Urlaubsort, wo Sie womöglich noch Sprachbarrieren überwinden müssen. Zudem haben Medikamente, die beispielsweise in Asien oder Afrika verkauft werden, nicht immer die gewohnte Qualität und sind häufig sogar gefälscht.“ Bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke, abgestimmt auf individuelle Bedürfnisse und das Reiseziel, helfen der Apotheker oder der behandelnde Arzt. Als Basisausrüstung empfiehlt Dr. Köppen:

  1. Sonnencreme
  2. Schmerz- und Fiebermittel
  3. Durchfallmittel
  4. Mittel gegen Übelkeit/Reisekrankheit
  5. Pflaster und Verbandsmaterial
  6. Desinfektionsmittel für Wunden
  7. Mückenschutzmittel
  8. Gel gegen Juckreiz bei Mückenstichen, Sonnenbrand oder Ausschlägen
  9. Individuelle Medikamente nach persönlichem Bedarf

Auch die Frage nach Reiseimpfungen ist abhängig vom Urlaubsziel, erklärt Dr. Köppen: „In Gebieten, in denen das Infektionsrisiko für bestimmte Krankheiten erhöht ist, ist eine Impfung ratsam. Bedenken Sie, dass manche Impfungen mehrerer Injektionen mit zeitlichem Abstand bedürfen. Sprechen Sie daher rechtzeitig mit Ihrem Hausarzt über Ihre Reisepläne.“

Mit der richtigen Vorbereitung steht Ihrem Urlaub also nichts mehr im Wege. Ob Ferien in den Bergen, an der See oder auf Balkonien – erholen Sie sich gut!

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