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Fahrradfahren schützt Herz und Gefäße

Herzfit mit jedem Tritt

Radfahrer profitieren von jedem Ausflug. Nicht nur, weil sie Benzinkosten sparen und das Klima schützen – sie bringen ihren gesamten Körper auf Trab. Ob Fettleibigkeit, Herzkrankheiten oder Diabetes – regelmäßige Bewegung reduziert diese Risiken um die Hälfte.
Regelmäßige Bewegung macht Spaß, hält fit und ist gesund. © Pavel Vladychenko / Fotolia

76 Prozent der Deutschen haben ein Fahrrad, im Schnitt sind es sogar zwei pro Haushalt. Rund ein Drittel davon nutzt das Rad täglich oder mehrmals die Woche und tut so etwas für die eigene Gesundheit. Dabei ist die Palette der positiven Wirkungen enorm: Cholesterin wird abgebaut, überschüssige Fettpölsterchen verbrannt und Rückenleiden bekämpft. Hinzu kommt, dass Fahrradfahren Muskeln sowie Lunge kräftigt und sogar die Stimmung aufhellt. Es gibt also genügend Gründe auf den Drahtesel umzusteigen und das Auto öfter mal stehen zu lassen. Auch unser Lebensmotor profitiert davon: Neueste Studien der deutschen Herzstiftung belegen, dass bereits 20 Minuten Radeln pro Tag für einen effektiven Schutz vor Bluthochdruck sorgen oder dabei helfen, den erhöhten Bluthochdruck zu senken. Außerdem optimieren wir so den Herzrhythmus und stärken die Pumpfunktion des Herzens.

Fahrradfahren stärkt das Herz und macht es belastbarer
In deutschen Haushalten gibt es durchschnittlich zwei Fahrräder.

Im Ruhezustand pumpt das Herz 60 bis 90 Mal pro Minute mit Sauerstoff angereichertes Blut in den Körperkreislauf. Bei Belastungen kann sich diese Leistung bis auf 200 Schläge pro Minute erhöhen. Pro Jahr sterben rund 150.000 Menschen in Deutschland an Herzversagen, welches vor allem durch Arteriosklerose oder Fehlfunktionen der Herzkammern verursacht wird. „Der Herzmuskel will ständig trainiert werden. Regelmäßiges Fahrradfahren bietet ein gutes Training, denn so vergrößert sich das Schlagvolumen des Herzens und die hindurch gepumpte Blutmenge pro Zeiteinheit wächst. Gleichzeitig wird die Herzschlagfrequenz reduziert und die Phase der Herzruhe zwischen zwei Schlägen verlängert. Das Herz arbeitet ökonomischer und wird weniger belastet, was sich wiederum positiv auf die Durchblutung des Herzmuskels in den Koronararterien auswirkt“, so Prof. Dr. Jürgen Tebbenjohanns, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin des Helios Klinikum Hildesheim.

Das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen sinkt um die Hälfte
Immer mehr Städte richten eigene Fahrradstraßen ein.

Um dem vorherrschenden Bewegungsmangel und den daraus resultierenden Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen zu wirken empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sich mindestens fünfmal in der Woche 30 Minuten zu bewegen. Dabei können schon kleine Trainingseinheiten helfen. Wer regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, verringert das Risiko einer im mittleren Lebensalter häufig auftretenden Herz-Kreislauf-Erkrankung. „Es geht dabei nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern vielmehr darum, sich regelmäßig zu bewegen. Wer öfter mal aufs Fahrrad steigt, senkt das  Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und eines Herzinfarktes um bis zu 50 Prozent. Außerdem wird so schädliches Cholesterin abgebaut, welches dafür verantwortlich ist, dass die Blutgefäße verkalken. Durch die regelmäßige Bewegung werden die Adern wieder flexibler, das Herz-Kreislauf-System wird trainiert und erreicht eine höhere Leistungsfähigkeit“, so Prof. Tebbenjohanns. Wer mit zirka 15 Stundenkilometern unterwegs ist, verbraucht im Schnitt rund 400 Kilokalorien pro Stunde. Je nach Körpergewicht, Alter, Schwierigkeitsgrad der Tour und Gegenwindlage variiert der Kalorienverbrauch natürlich. Wichtig hierbei ist es, dem Fahrrad einen regelmäßigen Check-Up zu unterziehen, damit es verkehrstauglich ist. Und auch ein Helm sollte Pflicht sein, denn er schützt den Kopf bei einem Sturz. Beim Kauf sollte man auf das TÜV-Prüfsiegel achten, so ist sichergestellt, dass er auch den Sicherheitsbestimmungen entspricht.

Niedersachsen machen den Arbeitsweg zur Trainingsstrecke

Regelmäßige Bewegung macht Spaß, hält fit und ist gesund. Das stellen Arbeitnehmer jedes Jahr in der bundesweiten Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ vom ADFC und der Gesundheitskasse AOK unter Beweis. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helios Kliniken Hildesheim und Uelzen unterstützen die Aktion „Mit dem Rad zu Arbeit“ und sammeln jeden Tag fleißig Kilometer auf dem Tacho. Seit Mitte Mai schwingt sich Andrea Cohrs aus dem Sekretariat der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Helios Klinikum Uelzen morgens und nach Feierabend auf ihr Fahrrad. Zehn Kilometer legt sie so beinahe täglich zurück. „Ich hatte mir schon lange vorgenommen, bei der Aktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit‘ mitzumachen. Ich liebe Sport und die frische Luft im Wald macht den Kopf frei“, sagt Andrea Cohrs.
Im Helios Klinikum Hildesheim ist sogar ein klinikeigener Wettbewerb gestartet, bei dem auf die fleißigsten Radler am Ende tolle Preise warten. Die Aktion läuft noch bis zum 31. August. Jetzt anmelden, teilnehmen und gewinnen! Weitere Informationen gibt es in myHelios.

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