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Grippeschutzimpfung

Grippe - Die am meisten unterschätzte Infektionskrankheit?

Jedes Jahr erreicht Deutschland eine mehr oder weniger starke Grippewelle, meist zwischen Januar und März. Die Symptome ähneln einer harmlosen Erkältung – Verlauf und Schwere unterscheiden sich aber deutlich. Wir erklären, wie Sie sich schützen können.
Die wirksamste Maßnahme gegen Grippe ist die Impfung.

Zwischen zwei und zehn Millionen Menschen erkranken in Deutschland jährlich an einer „echten“ Grippe, der sogenannten Influenza. Die Grippeviren werden dabei auf zwei Arten von Mensch zu Mensch übertragen, als Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Durch Husten oder Niesen verteilen wir kleinste Tropfen in unserer Umgebung. Sie gelangen in die Luft und setzen sich auf Oberflächen ab. Atmen wir diese Tropfen ein oder berühren diese mit den Händen und kommen anschließend unbewusst mit unserem Mund oder anderen Schleimhäuten in Kontakt, nehmen wir die Viren in unseren Körper auf. Auch wenn wir in die Hand husten oder niesen oder uns die Nase putzen, verteilen wir die Tropfen an unseren Händen und ebnen damit den Weg, den Virus an andere Menschen in unserem Umfeld weiter zu verteilen.

Eine „echte“ Grippe beginnt oft sehr plötzlich mit hohem Fieber und Symptomen wie Halsschmerzen, trockenem Husten, einer laufenden Nase und heftigen Kopf-, Muskel und/oder Gliederschmerzen. Auch lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen-, Ohr- oder Herzmuskelentzündungen können auftreten – damit wird die Grippe zu einem ernstzunehmenden Risiko.

Wie kann ich mich schützen?
Jährlich erkranken zwischen zwei und zehn Millionen Menschen in Deutschland an einer Influenza.

Berücksichtigt man ein paar einfache Tipps, kann man selbst etwas dafür tun, sich vor Grippe zu schützen. Hierzu zählt, dass man sich regelmäßig die Hände gründlich wäscht, vor allem nachdem man anderen Personen die Hand gegeben hat oder Kontakt zu viel benutzten Oberflächen wie Türgriffen oder Haltestangen in der Straßenbahn hatte.  Mitarbeiter im Krankenhaus, die Patientenkontakt haben, sollten darauf achten, die korrekte Händedesinfektion nach jedem Patientenkontakt durchzuführen. Bei kaltem feuchten Wetter mit Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt können die Viren sogar mehrere Wochen auf Oberflächen überleben. Husten und Niesen sollte man möglichst in die Armbeuge, um die Viren nicht an den Händen zu verteilen. Auch Einmaltaschentücher sind hierbei hygienischer als Stofftaschentücher.

Gemeinsam gegen die Viren: Grippeschutzimpfung

Die wirksamste Maßnahme ist die Impfung gegen Grippe. Sie beugt nicht nur der Erkrankung vor, sondern verhindert auch, dass man Personen im eigenen Umfeld ansteckt. Der Impfstoff schützt vor mehreren möglichen Virusvarianten, die in der kommenden Grippesaison erwartet werden. „Tritt ein Virus auf, den der Impfstoff nicht abdeckt, kann trotz allem eine Influenza die Folge sein. Das Risiko, dass man schwer erkrankt, ist aber grundsätzlich eingeschränkt. Gegen eine normale, harmlose Erkältung ist man jedoch nicht geschützt“, berichtet Dr. Reinhard Koß, Betriebsarzt am Helios Klinikum Hildesheim und weiteren Kliniken der Region Niedersachsen. „Der Impfschutz lässt mit der Zeit natürlich nach. Wichtig ist, dass man sich jedes Jahr wieder impfen lässt. Außerdem ist der Impfstoff der letzten Saison nicht zwangsläufig auch für die kommende Saison wirksam.“

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Institutes Berlin empfiehlt die Impfung insbesondere für Risikogruppen, die bei einer Grippe ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben. Dazu gehören neben Personen über 60 Jahren, Menschen mit diversen Grundleiden und Immundefekten, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen und Schwangeren auch Personen, die durch Kontakt zu vielen Menschen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben oder die gefährdete Personen in ihrem nahen Umfeld anstecken könnten.

„Als Mitarbeiter in Kliniken haben wir ein erhöhtes Risiko an einer Grippe zu erkranken und auch selbst die Viren auf andere zu übertragen. Gerade Ärzten und Pflegekräften mit viel Kontakt zu unseren Patienten legen wir eine Impfung nahe“, rät Dr. Dietmar Loitz, Ärztlicher Direktor am Helios Klinikum Salzgitter. „In den ersten drei Tagen nach der Impfung können Allgemeinsymptome wie Frösteln, Müdigkeit oder Übelkeit auftreten. Auch ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Fieber, Appetitlosigkeit, eine verstopfte bzw. laufende Nase oder Kopf- und Muskelschmerzen ist häufig. Diese Impfreaktionen klingen aber in der Regel nach ein bis zwei Tagen wieder ab. Durch die Impfung selbst erkrankt man aber nicht an einer Grippe.“

Helios Grippeschutzkampagne 2017
Dr. Reinhard Koß (links), Betriebsarzt im Helios Klinikum Hildesheim und weiteren Kliniken der Region Niedersachsen, empfiehlt eine jährliche Impfung.

In vielen Häusern der Helios Kliniken haben in den letzten Jahren bereits Impfaktionen stattgefunden, bei denen Mitarbeiter dazu aufgerufen waren sich zu impfen. Um sie dieses Jahr noch stärker zu motivieren, die kostenlose Impfung wahrzunehmen, hat sich Helios dem Thema Grippeschutz besonders gewidmet. Denn die Impfung dient nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern in besonderem Maße der Gesundheit der eigenen Familie und der Patienten. „Der beste Zeitpunkt, um sich gegen Grippe impfen zu lassen, sind die Monate Oktober und November, also bevor die Grippewelle beginnt. Nach zehn bis vierzehn Tagen hat der Körper dann einen ausreichenden Schutz für die gesamte Grippesaison aufgebaut. Auch eine spätere Impfung ist aber noch möglich“, informiert Stephan Matzath, Ärztlicher Direktor und Chefarzt für Kardiologie an der Helios Klinik Herzberg/Osterode. 

Für alle Mitarbeiter der Kliniken sind alle Informationen zur Grippeschutzkampagne in myHelios noch einmal zusammengefasst. Hier finden Sie neben zahlreichen Informationen wie häufigen Fragen und Antworten auch einen Grippeschutzfilm.

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