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Ernährungstipps zu Ostern

Gesund durch die Frühlingszeit

Der Frühling bahnt sich seinen Weg und vielerorts sind bunte Dekorationen zu bewundern: Es ist Osterzeit. Neben Schokohasen und Nougat-Eiern erwarten uns noch viele andere Schlemmereien. Doch geht Ostern auch gesund? Und woher kommen die österlichen Traditionen?

Ostern wird heutzutage von vielen Leuten wie ein kleines Weihnachten zelebriert. Zwar mit kürzerer Vorbereitungszeit und kleineren Geschenkebergen, aber dennoch ein liebevolles Familienfest. Dazu gehört auch leckeres und oft reichhaltiges Essen. Wer sich bereits vorab Gedanken über anstehende Mahlzeiten macht, umgeht hungrige Griffe zu Schokoeiern und Co. Bewusst schlemmen lautet die Devise. 

Die Feierlichkeiten beginnen bereits am Karfreitag, dem Freitag vor Ostersonntag. Traditionell wird in vielen Familien Fisch gegessen. Hier kommt der christliche Hintergrund des Festes zum Vorschein. Der Karfreitag ist ein strenger Fast- und Abstinenztag, mit dem sich Gläubige auf die Feier von Hochfesten, in diesem Fall die Auferstehung Jesus am Ostermontag, innerlich vorbereiten. Verzichtet wird allerdings nur auf Fleisch, Fisch ist erlaubt. „Fisch ist eine gesunde Variante, nicht nur um das Osterfest einzuläuten“, erklärt Martina Dierks, Diätassistentin am Helios Klinikum Gifhorn. „Gerade Lachs enthält viele gesunde Omega-3-Fettsäuren, die zum Beispiel einen positiven Einfluss auf die Blutfettwerte, den Blutdruck und chronische Entzündungen haben.“

Nicht hungrig zum Osterfeuer

Am Samstagabend steht, bevorzugt bei gutem Wetter, vielerorts der nächste Programmpunkt des Osterwochenendes an: das Osterfeuer. In manchen Regionen Deutschlands auch erst am Sonntag oder Montag entfacht, werden beim Osterfeuer Hölzer, Baum- und Strauchschnitt hoch aufgetürmt. Laut biblischem Brauch versammelt sich die Gemeinde um ein kleines Feuer, an welchem der Priester die Osterkerze als Sinnbild Jesus entzündet. Auf den zahlreichen Osterfeuerfesten trifft man sich heutzutage in geselliger Runde zu Bratwurst, Glühwein und Bier. „Wer schon vorher etwas isst, spart sich die zweite und dritte Bratwurst beim Osterfeuer. Bratwürste enthalten viel Fett und sind wahre Dickmacher“, so Charlotte Kreye, Diätassistentin am Helios Klinikum Hildesheim. „Auch kann einfach jedes zweite Getränk durch Wasser ersetzt werden. Schließlich soll der Ostersonntag auch nicht mit einem Kater beginnen.“ Wer das Osterfeuer mit einem Spaziergang verbindet, tut gleich noch etwas für den Kalorienhaushalt.

Gesund in die Eiersuche starten
Frisches Obst zum Frühstück gibt Energie für die Eiersuche.

Der familiäre Ostersonntag beginnt häufig mit einem ausgiebigen Osterfrühstück. Als gesunde Frühstücksvariante für den perfekten Start in den Tag eignet sich Naturjoghurt oder Quark mit frischen Früchten. Auch ein Getreidemüsli ist eine Alternative. Bei Brötchen zu Vollkornvarianten greifen, Butter kann durch Frischkäse ersetzt werden. Natürlich darf auch ein selbstgefärbtes Osterei nicht fehlen. „Süße Speisen wie Marmelade oder Honig kann man sich am Ostermorgen gut sparen, denn nachmittags wartet häufig die Kuchentafel“, empfiehlt Charlotte Kreye. 

Weiter geht es im Programm mit der klassischen Ostereiersuche. Gerade für die Kleinen ist das eine Freude. Aber auch die Erwachsenen kommen zu diesem Anlass in Bewegung und tanken frische Luft. Warum wir hierzulande das Ostereiersuchen so zelebrieren, ist nicht ganz eindeutig zu beantworten. Das Ei gilt in vielen Religionen als Symbol für neues Leben und Wiedergeburt. Schon im alten Rom und Griechenland wurden während der Frühlingsfeste Eier bemalt, mit Blättern oder Blüten gefärbt, dekoriert und verschenkt. Zeitweise soll das Verschenken von Eiern jedoch von der Kirche unter Strafe gestellt worden sein, um alte, heidnische Traditionen auszurotten. Daraufhin wurden die Eier versteckt, was diesen Brauch erklären würde.

Am besten selbst backen

Nach der Ostereiersuche steht zumeist bereits die nächste süße Mahlzeit an der Kaffeetafel an: Kuchen und Torte. Wahrlich bringt es hier wenig, eisern auf Kalorien zu achten. Und wenn der extra gebackene Hefezopf doch so gut schmeckt, dann soll man ihn auch genießen. „Natürlich kann man auch bei Kuchen und Gebäck auf die Zutaten achten. Statt butterreichen Knetteigen kann auf fettärmere Teige wie Biskuit oder Hefeteig zurückgegriffen werden. Wenn man Vollkorn- statt Weißmehl verwendet, kommen mehr gesunde Ballaststoffe in das Gebäck. Ebenso kann Zucker eingespart werden. Von herkömmlichen Rezepten kann häufig bis zu einem Viertel der angegebenen Menge weggelassen werden! Statt der dicken Sahnetorte lieber Kuchenbeläge aus frischem Obst nehmen – da sind der Kreativität und dem eigenen Geschmack keine Grenzen gesetzt“, erklärt Annika Ibold, Leitende Diätassistentin in den Helios Kliniken Northeim und Herzberg/Osterode. „Wichtig ist vor allem: Selber backen. Nur dann weiß man, was wirklich drin ist.“

Ein Schoko-Ei darf’s trotzdem sein
Die bunten Farben des Frühlings laden zur Bewegung im Freien ein.

Ob nun am Sonntag oder am Ostermontag, an einem der beiden Tage wird meist geschlemmt. Kleine Veränderungen der Mahlzeiten helfen oft schon, Kalorien zu sparen. „Neben Fisch eignet sich mageres Fleisch vom Rind, Schwein, Lamm oder Geflügel, das prima mit reichlich frischem Lieblingsgemüse kombiniert werden kann“, so Ibold. „Manchmal kann man sogar schon den ersten Spargel auf den Teller legen.“

Gesund durch die Ostertage und den Frühling zu kommen ist also möglich. Ein ausgiebiger Familienspaziergang bringt Bewegung und wer etwas drauf achtet, kann hier und da ein paar Kalorien einsparen. Das Schokoei zwischendurch ist natürlich trotzdem erlaubt. Wer vorab nicht in Massen einkauft, muss nach Ostern keine Schokoladenberge mehr vernichten. Denn der Osterhase bringt sicherlich noch ein paar Exemplare dazu. Und die sollten genossen werden.

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