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Tipps zum Ramadan

Fasten, aber gesund!

Der Fastenmonat Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islam. Er ist der neunte Monat im islamischen Kalender und dauert 29 oder 30 Tage. Eine lange Zeit, die vor allem für alte und kranke Menschen körperlich belastend sein kann. Kardiologe Dr. Erdem Aydilek gibt Ratschläge, worauf man beim Fasten achten sollte.
Als fünfte Säule des Islam ist der Ramadan im muslimischen Glauben fest verankert.

Ab dem 16. Mai verzichten viele der weltweit 1,6 Millionen Muslime zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang für 30 Tage nicht nur auf Essen und Trinken, sondern auch auf Rauchen und sexuelle Aktivitäten. „Wer tagsüber nichts isst und trinkt, sollte auf die Warnsignale des eigenen Körpers achten“, so Dr. Erdem Aydilek, Leitender Oberarzt der Kardiologie an den Helios Kliniken Mittelweser. „Eigentlich ist der Ramadan gar kein Fasten im herkömmlichen Sinne. Anstatt mehrere Tage gar nichts zu essen, ist während des Ramadans die Zeit der Essensaufnahme einfach nur verschoben.“ Für gesunde Menschen ist das kein Problem, wenn sie darauf achten, morgens und abends die richtigen Nährstoffe zu sich zu nehmen. „Das Fasten fördert Geduld und Selbstbeherrschung. Muslime besinnen sich auf ihren Glauben und feiern ihn“, so der Kardiologe, der selbst am Fastenmonat teilnimmt.

Fasten bei Krankheit und im Krankenhaus

Besonders chronisch erkrankte Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, oder auch Diabetiker, sollten sich vorab mit ihrem behandelnden Arzt besprechen, wenn sie sich für das Fasten entscheiden. „Es ist wichtig, die Medikamenteneinnahmen auf die neuen Essenszeiten anzupassen. In manchen Fällen kann auf andere Medikamente, die ausnahmslos nachts oder seltener eingenommen werden können, ausgewichen werden. Diabetiker sollten ihren Blutzuckerspiegel mehrfach am Tag überprüfen“, so Dr. Aydilek. Generell sind kranke Menschen aber genauso wie Kinder vor der Pubertät sowie schwangere und stillende Frauen von der Fastenzeit befreit. Der Kardiologe rät: „Bei einem Krankenhausaufenthalt können die Fastentage zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, das ist kein Problem.“

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