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HELIOS Klinikum Erfurt

Selbstbewusst in ein neues Leben

HELIOS-Experten versorgen schwere Brandverletzung eines jungen Mannes aus Kamerun.
Abschlussgespräch im Klinikum: Prof. Dr. med. Marcus Blum berät Christian Enow ein letztes Mal.

„Ich hatte wundervolle Ferien. Alle haben so viel Zeit mit mir verbracht“, sagt Christian und lächelt schüchtern. Diese wundervollen Ferien dauerten für den 23-Jährigen aus Kamerun ganze drei Monate. Einen Großteil davon verbrachte er im Krankenhaus. Doch nun kann er selbstbewusst in die Zukunft blicken.

Nach der Behandlung im HELIOS Klinikum Erfurt ist das künstliche Auge von dem gesunden kaum mehr zu unterscheiden.

Als Christian zehn Jahre alt war, fiel er beim Kochen über offenem Feuer in die Glut. Die Verletzungen waren verheerend: Christian verlor ein Auge und behielt schlimme Narben zurück. Mehr als zehn Jahre lebte er mit den Folgen: Die Wunde machte immer wieder Probleme. Und auch das Selbstbewusstsein des jungen Mannes litt – keiner mochte gern mit ihm zusammen sein. Im HELIOS Klinikum Erfurt wurde er nun kostenfrei behandelt. Gemeinsam mit den Kollegen der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde versorgte Prof. Dr. med. Marcus Blum, Chefarzt der Augenheilkunde, die großflächige Wunde, begleitete den Heilungsprozess und passte schließlich ein künstliches Auge an. „Das Augenlicht war nicht zu retten. Aber mit dem kosmetischen Ergebnis wird Christian deutlich besser leben können“, ist der Experte sicher. Denn das künstliche Auge ist von dem gesunden kaum mehr zu unterscheiden.

Dabei war zunächst nicht klar, ob das Ergebnis derart zufriedenstellend sein würde. „Das verletzte Auge lag tief unter Narbengewebe, es bestand jederzeit das Risiko einer Wundinfektion“, erklärt Prof. Blum. Doch die Operation gelang, die Wunde heilte. Seit dank des Erfurter Rotaryclubs nun noch eine neue Brille die Sehkraft des unverletzten Auges unterstützt, lebt Christian beinahe in einer neuen Welt. Und ist voller Dankbarkeit.

Christian und Prof. Blum freuen sich gemeinsam mit Alexandra und Mariann Kosakowski über das kosmetische Ergebnis.

Für die Ärzte. Vor allem aber auch für zwei junge Erfurterinnen. Mariann (22) und Alexandra Kosakowski (19) vom Verein „smile for me“ machten das alles nämlich erst möglich. Sie entdeckten Christian im Rahmen ihrer Vereinstätigkeit in einem Waisenhaus in Kamerun und setzten alle Hebel in Bewegung, damit dem jungen Mann geholfen wird. Am 7. Oktober mussten sich die beiden Frauen von ihrem Schützling verabschieden. An diesem Tag flog Christian wieder nach Hause und startet nun selbstbewusst in ein neues Leben.

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