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Das HELIOS Klinikum Erfurt war dabei

Patientensicherheit im Fokus

Zum ersten Internationalen Tag der Patientensicherheit am 17. September 2015 informierten Klinikexperten des HELIOS Klinikums Erfurt Patienten, Besucher und andere Interessierte rund um das Thema Sicherheit in der Klinik und zu Hause.
Der Altersanzug war der Hingucker beim Tag der Patientensicherheit.

Die sauberen Hände standen am Stand der Krankenhaushygiene im Mittelpunkt. Jeder konnte seine Hände desinfizieren und anschließend auf noch vorhandene Keime und Bakterien testen. Die UV-Lampe brachte dunkle Stellen ans Licht. Hier musste nochmal zum Desinfektionsmittel gegriffen werden.

Jan Wagner, Leiter des Qualitätsmanagements in der Pflege, klärte Patienten und Besucher auf, wie man Stürze im Alltag vermeiden kann: „Stolperkanten oder rutschende Teppiche sollten in der Wohnung entfernt oder markiert werden. Im Badezimmer geben Antirutschmatten in der Wanne, ein Stuhl in der Dusche oder Hand- und Haltegriffe Sicherheit.“ Auch für eine Besucherin, in deren Wohnung keine Umbaumaßnahmen möglich sind, hatte der Pflegeexperte einen guten Rat:  „Bewegung hilft. Die Muskulatur wird dadurch trainiert, das Gleichgewicht verbessert und die Sturz- bzw. Verletzungsgefahr reduziert.“ 

Besonderer Höhepunkt war der Altersanzug. In Sekundenschnelle befestigte Physiotherapeutin Katrin Steinmetz Gewichte an Armen, Beinen und Rücken der Freiwilligen. Um sich dann noch älter zu fühlen, gab es noch eine Brille auf die Nase, die das Sichtfeld deutlich einschränkte. In dieser Montur ließ sich für jeden nachvollziehen, welchen Herausforderungen und Risiken ältere Menschen im Alltag ausgesetzt sind.

Danny Brell, stellvertretender Leiter der Krankenhausapotheke im HELIOS Klinikum Erfurt, koordiniert die Erprobung des Medikationsplans in Erfurt.

Über ein derzeit am HELIOS Klinikum Erfurt laufendes Forschungsprojekt informierte Danny Brell, stellvertretender Leiter der Krankenhausapotheke. 150 Patienten des Klinikums testen derzeit einen Medikationsplan. Er enthält eine Übersicht über alle einzunehmenden Medikamente, Dosierungen und Einnahmehinweise. Ab Ende 2016 soll er bundesweit eingesetzt werden. „Wer eine aktuelle Übersicht seiner Medikamente in der Tasche hat, erhöht die eigene Sicherheit um ein Vielfaches“, sagte Danny Brell. Anhand des Plans kann nämlich nicht nur der Patient selbst auf einen Blick erkennen, welche Medikamente er wann, wie und warum einnehmen muss. Der Medikationsplan gibt auch den behandelnden Ärzten einen umfassenden Überblick. „So können Medikationsfehler und Wechselwirkungen grundsätzlich vermieden werden“, sagte der Projektkoordinator.

Außerdem hatten Besucher die Möglichkeit unter professioneller Anleitung eine Reanimation zu üben und die Slogans „Prüfen. Rufen. Drücken.“ zu verinnerlichen. Auch beim nächsten Patientensicherheitstag im kommenden Jahr werden die Experten des Klinikums wieder mit dabei sein.

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