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Interkultureller Austausch

39 Geburten an einem Tag

Erfurter Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe hospitiert im Reich der Mitte.
Priv.-Doz. Dr. med. Gert Naumann im interkulturellen Austausch mit Kollegen im chinesischen Klinikum Jiujiang.

Rund 9.000 Kilometer trennen Jiujiang in China von Erfurt. Und die Unterschiede könnten größer kaum sein. Nicht nur die 4,6 Millionen Einwohner, mehr als das Zwanzigfache im Vergleich zu Thüringens Landeshauptstadt, machen das deutlich. Größenverhältnisse, die auch Priv.-Doz. Dr. med. Gert Naumann, Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe im HELIOS Klinikum Erfurt, sehr beeindruckten. Er war einer Einladung ins Klinikum in Jiujiang gefolgt, wo er Operationstechniken mit Kollegen besprach und Eingriffe und Untersuchungsmethoden vorführte.

Auch im Operationssaal schaute Chefarzt Dr. Nauman den chinesischen Kollegen über die Schulter.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen Vorträge auf einer wissenschaftlichen Regionalkonferenz und anspruchsvolle Beckenbodenoperationen. „Ein wahrer Operationsmarathon“, so der Experte. „Zwölf Operationen in zwei Tagen. Das funktioniert nur, weil der Klinikalltag in China sehr strukturiert und hochorganisiert ist.“ Nahezu verblüfft hätten ihn darüber hinaus die Geburtenzahlen. 1.758 Babys erblickten im HELIOS Klinikum Erfurt vergangenes Jahr das Licht der Welt. Im Klinikum Jiujiang waren das im gleichen Zeitraum 10.400 zuzüglich 4.000 Kaiserschnitte. „Das sind 39 Geburten am Tag. Und dabei ist das Klinikum Jiujiang noch nicht einmal ein Maximalversorger, sondern ein Krankenhaus mittlerer Größe“, so Dr. Naumann.

Gute Medizin in diesem Umfang sei möglich, weil Infrastruktur und medizinische Ausstattung mittlerweile stark an westlichen Standards orientiert sind. „In den 90er Jahren hat die Medizinversorgung in China einen großen Sprung gemacht und sie steigert sich seitdem durchgehend“, weiß der Frauenarzt zu berichten. 

Und wenn auch die Medizin teilweise exotisch angehaucht sei, so gehe es immer um das Wohl der Patienten. Dem Besuch im Reich der Mitte war eine Hospitation in Erfurt vorausgegangen. Im Rahmen des „Deutsch-Chinesischen Technologieaustauschs“ blickten zwei chinesische Kolleginnen drei Monate lang dem Team der Frauenheilkunde und Geburtshilfe über die Schulter.

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