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Tag der ungewollt Kinderlosen am 16. Mai

Wege zur Erfüllung des Kinderwunsches

Kinder zu haben, ist der natürlichste Wunsch der Welt. Eigentlich gäbe es dem nichts hinzuzufügen, wenn nicht etwa 15 Prozent der Paare in Deutschland ungewollt kinderlos wären. Doch ungewollte Kinderlosigkeit muss heute kein Schicksal mehr sein.
Hand in Hand zum Kinderwunsch | Fotocredit: Pixabay.de

Jährlich wenden sich viele betroffene Paare an Ärzte, die sich auf die Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen bei Mann oder Frau spezialisiert haben. Die Ursachen finden sich häufig nicht nur bei einem Ehepartner allein. Meist lässt sich eine Minderung der Fruchtbarkeit bei beiden Partnern nachweisen. Bleibt trotz der Fruchtbarkeit des männlichen Partners eine Schwangerschaft aus, bedarf es einer genaueren Untersuchung der Frau.

Auch Veränderungen der Lebensplanung mit verlängerten Zeitabschnitten für die Ausbildung und Karriere führen oft zu einer Verschiebung des Kinderwunsches in einen späteren Lebensabschnitt. Da bei der Frau die Fruchtbarkeit ab dem 30. Lebensjahr stetig abnimmt, sinken allein altersbedingt die Chancen, schwanger zu werden. Der Zeitpunkt, einen Arzt zu Rate zu ziehen ist erreicht, wenn eine Schwangerschaft trotz circa einjährigen Bemühens ausbleibt.

„Ein unerfüllter Kinderwunsch, der auf das Alter oder Gebärmutterprobleme bei der Frau zurückzuführen ist, ist heute kein Schicksal mehr. Die moderne Medizin bietet viele Möglichkeiten für den Weg zu einer glücklichen Elternschaft“, erklärt Prof. Dr. med. Jürgen Kleinstein aus der Helios Klinik Jerichower Land in Burg. Der erfahrene Gynäkologe behandelte in seiner jahrzehntelangen Laufbahn bereits viele Frauen.

Bevor nun im Einzelfall eine Therapie begonnen wird, sollte bei Mann und Frau eine sorgfältige Diagnostik zur Ursachenfindung durchgeführt werden. Unabdingbar ist hierbei ein intensives Gespräch zwischen einem spezialisierten Frauenarzt und dem ratsuchenden Paar. Dabei werden die persönlichen Vorgeschichten, individuelle psychosoziale Besonderheiten, Lebensgewohnheiten und  Umwelteinflüsse erfasst und ausgewertet. „Es gilt zu klären, welche Störung der Fruchtbarkeit vorliegt, um eine entsprechende Behandlung anzuwenden. Auch bereits vorgenommene Sterilisationen bei Frauen können wir in der Burger Klinik wieder rückgängig machen“, fügt Prof. Kleinstein hinzu. Er ist einer der wenigen Spezialisten in Deutschland, der diesen komplizierten Eingriff durchführt.

Im Fokus der Klinik für Reproduktionsmedizin und Gynäkologischen Endokrinologie in Burg steht die weibliche Fruchtbarkeit. Das Angebot umfasst unter anderem endoskopische Operationen sowie die Behandlung von Endometriose und Refertilisierungen.

Prof. Dr. med. Jürgen Kleinstein, Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie | Fotocredit: Thomas Oberländer, Helios Kliniken

"Der Bedarf an unseren Leistungen wächst spürbar", sagt Prof. Kleinstein. Immer mehr Paare hätten Schwierigkeiten, sich den Kinderwunsch auf normalem Weg zu erfüllen. "Das liegt daran, dass viele einfach zu lange warten. Nach einem Jahr ohne Schwangerschaftseintritt, spätestens aber, wenn die Frau 35 Jahre alt ist, sollten sich Paare untersuchen und beraten lassen", empfiehlt der Reproduktionsmediziner.

„Endometriose ist nur eine von vielen Krankheiten, welche Frauen zeitweise unfruchtbar machen können“, erklärt Prof. Kleinstein. Die genaue Abklärung möglicher Ursachen hat für den Experten höchste Priorität. Hierfür kann die Klinik bei Bedarf mit anderen Fachbereichen kooperieren, wodurch ein optimales Diagnose- und auch Behandlungsspektrum abgedeckt wird. Auch Erkrankungen wie Endometriose oder mögliche Myome (gutartige Wucherungen in der Gebärmutter) können dank der interdisziplinären Zusammenarbeit behandelt werden. Zur Diagnose stehen Verfahren wie Ultraschall, Hormonanalyse sowie Spiegelung von Bauchraum und Gebärmutter zur Verfügung. Auf dieser Grundlage wird dann der individuelle Behandlungsplan erstellt.

Prof. Kleinstein hilft jedoch auch Paaren, deren Familienplanung durch eine vorangegangene Sterilisation der Frau bereits abgeschlossen war. „Viele Frauen verspüren oft nach einigen Jahren erneut den Wunsch, doch noch ein Kind zu bekommen. Hier kann die sogenannte mikrochirurgische Refertilisierung helfen. Das bedeutet, dass wir die Durchgängigkeit der Eileiter wiederherstellen“, so Kleinstein. Damit konnte er bereits zahlreichen sterilisierten Frauen den Wunsch nach einer erneuten Schwangerschaft und die erneute Freude an Nachwuchs erfüllen.

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