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Tag der Jugend

Wachstumsschmerzen – wenn das „Großwerden“ weh tut

Der kindliche Wachstumsschmerz ist keine Krankheit sondern lediglich ein Symptom. Bis zu einem Drittel aller Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren leidet hin und wieder unter Wachstumsschmerzen.
Foto: Foto: unsplash | myles-tan

Wachstumsschmerzen sind von Kind zu Kind unterschiedlich. Vorwiegend nachts klagen die Kinder über brennende, ziehende oder klopfende Schmerzen in beiden Beinen oder Armen. Üblicherweise treten die Beschwerden am Tag nicht auf. „Es wird vermutet, dass die Schmerzen durch das Überbeanspruchen der Muskulatur verursacht werden, zum Beispiel nach dem Spielen und Toben“, erklärt Dr. med. Ulrich Schubert. Er ist seit 29 Jahren als Kinderarzt in der Helios Klinik Jerichower Land in Burg tätig und kennt die unspezifischen Beschwerden aus seiner täglichen Praxis.

Typisch sind vor allen folgende Symptome:

  • Die Schmerzen können nicht genau lokalisiert werden.
  • Die Beschwerden machen sich abends oder nachts bemerkbar, hauptsächlich in den Waden, Kniekehlen, Schienbeinen oder an den Vorderseiten der Oberschenkel, nicht in den Gelenken.
  • Kinder beschreiben den Schmerz als stechend, brennend oder drückend.
  • Die Schmerzen sorgen für einige schlaflose Nächte, verschwinden über Wochen oder Monate und kommen manchmal wieder.


Wachstumsschmerzen bei Kindern: Wann sollte man zum Arzt gehen?

Hinter vermeintlichen Wachstumsschmerzen kann sich selten auch eine ernsthafte Krankheit verbergen. „Rheumatische Erkrankungen, Knochentumore, Knocheninfektionen oder unbemerkte Knochenverletzungen verursachen ähnliche Symptome. Warnzeichen sind einseitige, stark zunehmende Schmerzen und auch überwärmte/geschwollene Gelenke“, so Dr. Schubert weiter. Ist das Kind ungewöhnlich blass, hat Fieberschübe oder die Schmerzen dauern länger an sollte der Kinderarzt konsultiert werden.

Foto: unsplash | jordan-whitt

Was hilft?

„Wenn sich Ihr Kind über nächtliche „Wachstumsschmerzen“  beklagt, sollten Sie sich liebevoll um es kümmern. Oft hilft es, wenn Sie es ein in den Arm nehmen und trösten“, sagt Dr. Schubert. Diese Ablenkung sorge dafür, dass der Schmerz in den Hintergrund rückt. Wärme oder Kälte werden von Kind zu Kind als sehr unterschiedlich empfunden. „Am besten probieren Sie aus, was Ihrem Kind am besten tut. Als Wärmespender ist eine Bettflasche sehr gut geeignet. Gut helfen auch Massagen, welche die Durchblutung anregen oder die Zuwendung verstärken. Medikamente sollten bitte nur in Rücksprache mit dem Kinderarzt eingesetzt werden.“

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