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Klinikum Emil von Behring

Schwere Thrombose mit innovativer Technik geheilt

Mit 18 Jahren erlitt Maria während eines Italienurlaubes eine Thrombose in ihrer Beckenvene. Fortan schwoll das gesamte linke Bein an – mehrere Ärzte versicherten, es sei trotz Blutverdünner und dem dauerhaften Tragen eines Kompressionsstrumpfes keine Besserung möglich.
Die erleichterte Patientin bei der Nachuntersuchung durch Chefarzt Dr. med. Michael Naundorf; Fotocredit: HELIOS Kliniken, Thomas Oberländer

Nun, mit 24 Jahren, befreite sie Chefarzt Dr. med. Michael Naundorf im zertifizierten Gefäßzentrum Berlin Südwest in Berlin-Zehlendorf von ihren Beinbeschwerden. Was viele für unwahrscheinlich halten, traf die damals erst 18-jährige Maria S. während ihres Urlaubs in Italien – nach einem längeren Flug verstopfte ein Blutgerinnsel ihre linke große Beckenvene. Schlimmstenfalls kann eine solche Thrombose lebensbedrohlich werden, wenn Teile davon in die Lunge gelangen.

Ihr Bein schwoll an und schmerzte, sie musste für eine Woche in Italien ins Krankenhaus, anschließend für einige Wochen in Deutschland, die Beschwerden aber blieben. Ein Praktikum in der Physiotherapie führte Maria S. in das zertifizierte Gefäßzentrum Berlin Südwest in Berlin-Zehlendorf. „Durch eine spezielle Untersuchung stellten wir fest, dass bei unserer jungen Patientin ein Gerinnungsdefekt besteht. Diese Faktor V-Leiden-Mutation erhöht die Gerinnungsfähigkeit des Blutes und kann Gefäßverschlüsse, Thrombosen, verursachen. Bei Maria kam es zu einem irreparablen dauerhaften Verschluss des Beckengefäßes, was eine chronische Beinschwellung mit Schmerzen, Spannungsbeschwerden im gesamten linken Bein auslöste“, erläutert Chefarzt Dr. med. Michael Naundorf.

Wenn der venöse Blutkreislauf an einer Stelle unterbrochen ist, bilden sich oft sogenannte Kollateralen, die das Blut dann über diese „Ersatz-Venen“ zum Herzen fließen lassen. „Leider reichten Marias„Ersatz-Venen“ nicht aus, das Blut so abzutransportieren, dass sie beschwerdefrei blieb. Alternativ rieten wir deshalb zum Einsatz einer Gefäßstütze, eines kleinen aufdehnbaren Metallgeflechts, einem Venenstent, in die verschlossene Beckenvene“, so Naundorf. Die Gefäßspezialisten operierten minimalinvasiv durch kleinste Hautzugänge und vermieden so eine störende Narbe. Maria verließ das Krankenhaus nach drei Tagen beschwerdefrei und mit schlankem Bein – und tanzt wieder, eines ihrer leidenschaftlichen Hobbys.

Klinikontakt:

HELIOS Klinikum Emil von Behring
Gefäßzentrum Berlin Südwest
Walterhöferstraße 11
14165 Berlin
Telefon: (030) 81 02-22 00

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