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Tag der Kunst am 10. August

Mit Kunst gegen den Schmerz

Bereits zum 20. Mal begeht das Künstlernetzwerk Artists For A Better World International (AFABW) am Freitag den Tag der Kunst. Auch die Abteilung für Schmerztherapie in der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern widmet sich im Rahmen regelmäßiger Ausstellungen der Kunst.
Chefärztin Dr. med. Angela Stephan (r.) im Gespräch mit der Magdeburger Künstlerin Sabine Abbrent (m.) und der Kuratorin Hera Pöhl-Krickau (l.) bei einer Ausstellung im Jahr 2016. Fotocredit: Helios Kliniken GmbH

„Heimaten". So heißt die aktuelle Ausstellung von Marian Siwek auf der Station für Schmerzthreapie in der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern. Eine Wand auf dem Stationsflur ist den Weltreligionen gewidmet. Sie findet bei Patienten und Besuchern besonders viel Aufmerksamkeit und wird kontrovers diskutiert. Zudem zeigt der Künstler Landschaften aus der Region sowie aus ganz Europa.

Wechselnde Ausstellungen im Jahr

Mehrfach im Jahr zeigen regionale Künstlerinnen und Künstler in der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern ihre Arbeiten. Mittlerweile hat sich die Fachklinik zu einer guten Adresse in der regionalen Kunstszene entwickelt. Jede Ausstellung wird mit einer Vernissage eröffnet und ist Patienten wie Besuchern rund zwei bis drei Monate zugänglich. „Wir freuen uns über das Interesse der Künstlerinnen und Künstler hier bei uns auszustellen. Mittlerweile ist das unsere 26. Ausstellung. Die Koordination ist mit viel Aufwand verbunden, hier übernimmt unsere Schwester Anett Gnensch die Aufgaben einer Galeristin“, sagt Dr. med. Angela Stephan, Chefärztin der Klinik für Schmerztherapie in der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern.

Künstler und Ärzte suchen häufig das Gespräch mit den Patienten, wie hier bei der Eröffnung der Ausstellung „Malerei von Paul&Paul“ im Januar 2018. Fotocredit: Helios Kliniken GmbH

Teil des schmerztherapeutischen Gesamtkonzeptes

Die wechselnden Ausstellungen auf dem Stationsflur sind Teil des ganzheitlichen schmerztherapeutischen Gesamtkonzeptes der Klinik. „Die Kunst ist hierbei ein aktiver Helfer gegen die Schmerzen. Sie ersetzt nicht die Medizin, aber sie kann den Heilungsprozess wirksam unterstützen. Mit der Kraft der Bilder, den hervorgerufenen Emotionen und kontroversen Diskussionen wollen wir bei unseren chronischen Schmerzpatienten Emotionen hervorrufen, Achtsamkeit schulen, Ressourcen entwickeln und letztendlich vom Schmerz distanzieren“, erklärt Dr. med. Angela Stephan die Bedeutung der Ausstellungen.

Farben, wo vorher nur grau ist

„Beim Betrachten fallen mir besonders die bunten und hellen Farben auf. Das Meer ist imposant und kräftig, ich erkenne Weite und sehe Farben obwohl in meinem Leben vieles meist nur grau ist“, sagt eine Patientin beim Betrachten einer Landschaftsmalerei von Marian Siwek. „Schmerztherapie lebt von der Einsicht, dass geistige, emotionale und physische Prozesse eng zusammenspielen. Nur wenn wir diese Einheit berücksichtigen, haben wir Erfolg. Die wunderbaren Bilder unserer Ausstellungen machen die Zusammenhänge von physischer Kraft, sinnlicher Erfahrung und gedanklicher Reflexion auf besondere Weise nachvollziehbar. Ich wünsche mir, dass viele Patienten und Besucher beim Betrachten ihre inneren Kräfte mobilisieren können und über die eigene Sinnlichkeit und Spiritualität nachdenken“, so die erfahrene Schmerztherapeutin.

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