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Welt-Männer-Tag 2017

Männer, esst mehr Tomaten!

Zum „Welt-Männer-Tag“ am 3. November widmen wir uns der Männergesundheit (Andrologie). Die geht nämlich auch durch den Magen: Schon ein paar Tomaten pro Woche können beispielsweise die Prostata schützen.
© mythja / Fotolia

Regelmäßiger Verzehr von Tomaten kann eine hemmende Wirkung auf die Entwicklung von Prostatakrebs haben. Das ist das Ergebnis verschiedener Studien in der Andrologie (Männerheilkunde) und der Urologie (Medizin der Harnwege).

Demnach wurde in einer Studie die Ausbreitung des Prostatakrebses bei Patienten mit hohem Tomaten-Konsum gehemmt. Und in Langzeitstudien erkrankten Teilnehmer seltener an Prostatakrebs, wenn sie mehr Tomaten aßen (als die Kontrollgruppe).

„Schon mit zehn mittelgroßen Tomaten pro Woche können Männer ihr Prostatakrebsrisiko senken“, sagt Professor Dr. Mark Schrader, Chefarzt der Urologie und Leiter des Prostatazentrums am Helios Klinikum Berlin-Buch.

Farbstoff mit interessanter Wirkung

Die Wirkung ist demnach auf das Pigment Lycopin zurückzuführen, das dem Gemüse seine rote Farbe verleiht und beispielsweise auch in Hagebutten oder Pampelmusen mit rotem Fruchtfleisch enthalten ist. Dieses sogenannte „Antioxidans“ schützt vor Zell- und DNA-Schäden, indem es reaktionsstarke Moleküle im menschlichen Körper unschädlich macht. Krebsvorbeugend wirkten auch die Inhaltsstoffe Selen und Kalzium.

Patienten, die durch Tomaten viel Lycopin zu sich nehmen, weisen auch für andere Tumorerkrankungen seltener Biomarker auf. Dies könnte laut Professor Schrader grundsätzlich auf einen krebsentwicklungshemmenden Effekt von Lycopin hindeuten.

Wahrscheinlicher sei jedoch, dass Patienten, die viele Tomaten essen, eher zu den Bevölkerungsgruppen gehören, die auf einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung achten – was allgemein als krebshemmend gilt. Noch stehen umfassende vergleichende Studien aber aus.

Gesundes Essen ersetzt nicht den Gang zum Arzt

Nachgewiesen sei die Wirkung jedoch nur beim Verzehr ganzer Tomaten oder Nahrungsmitteln wie Tomatenmark und Tomatensaucen, so Professor Schrader. Als Nahrungsergänzungsmittel helfen diese Stoffe nicht.

Den Gang zum Arzt ersetze ein gesunder Lebensstil aber nicht, sagt Chefarzt Schrader. Ab 45 Jahren sollten Männer ihre Prostata einmal im Jahr in der Vorsorge untersuchen lassen.

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