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Essen in der Klinik

Löffelweise Genesung

Vollkost oder medizinisch notwendige Kost – die Bandbreite der Kostformen in Kliniken ist groß und muss vielen Ansprüchen gerecht werden.
Clusterleiter Thilo Matthäus (l.) und Teamleiter Ralf Ketzel überprüfen die Abläufe am Portionierband im Versorgungszentrum Vogelsang.

Ob süß, herzhaft, vegetarisch oder nach bestimmten medizinischen Notwendigkeiten: die 2.200 Essen, die täglich das Versorgungszentrum in Vogelsang in Sachsen-Anhalt verlassen, könnten kaum vielfältiger sein. Geliefert werden sie an die HELIOS Kliniken Jerichower Land, Zerbst/Anhalt, Neindorf und Vogelsang-Gommern.

„Alle Speisen berücksichtigen die verschiedenen Wünsche unserer Patienten. In unserem großen Angebot entscheidet jeder nach seinem Geschmack, was er gern essen möchte“, erklärt Ralf Ketzel, Teamleiter Speisenversorgung im Versorgungszentrum Vogelsang. Mit seinen 24 Mitarbeitern bietet er eine umfangreiche Speisekarte an.

Ihre Aufgabe ist logistisch und in der Planung eine Herausforderung. Täglich mehr als 2.000 Essen an vier Kliniken und in unterschiedlichsten Kostformen – am Portionierband ist höchste Konzentration gefragt. Je nach Diagnose entscheidet der Arzt, welche Kostform Patienten essen dürfen. Deswegen gibt es neben der „Vollkost“ auch medizinisch notwendige Kostformen, die für den individuellen Heilungsverlauf förderlich sind. Hier variieren Lebensmittelauswahl und Zubereitung, Energiegehalt sowie Nährstoffzusammensetzung.

Alle Unverträglichkeiten berücksichtigen

Auf solche unterschiedlichen Anforderungen nehmen die Mitarbeiter in Vogelsang Rücksicht. Die leichte Vollkost beispielsweise beinhaltet ausschließlich gut bekömmliche Lebensmittel. Sie kann als milde, ausgewogene Mischkost bezeichnet werden. „Im Rahmen dieser Kostformen können wir persönliche Unverträglichkeiten der Patienten berücksichtigen – also zum Beispiel auf Gluten oder Laktose verzichten“, erklärt Thilo Matthäus, Clusterleiter Speisenversorgung in Sachsen-Anhalt. Denn in Deutschland leiden mehr als sechs Millionen Menschen an einer Lebensmittelallergie.

Um übergewichtige Patienten beim Abnehmen zu unterstützen, empfiehlt sich eine „energiereduzierte Mischkost“. Sogenannte „Dysphagiekost“ ist speziell für Patienten mit Schluckstörungen geeignet. „Solche Störungen erschweren das Essen und Trinken ungemein. Indem wir verschiedene Konsistenzen der Speisen anbieten, erleichtern wir die Nahrungsaufnahme“, sagt Thilo Matthäus. Darüber hinaus gibt es noch weitere Kostformen, die alle auf unterschiedlichste Weise den Bedarf an Energie, Nährstoffen und Flüssigkeit der Patienten decken.

Diese Vielfalt ist wichtig, denn: „Ausgewogenes und abwechslungsreiches Essen leistet einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung bei der Genesung unserer Patienten“, so Thilo Matthäus.

Das Versorgungszentrum Vogelsang hält sich streng an den HELIOS Ernährungskatalog. Das interdisziplinär entwickelte Ernährungskonzept gilt für alle HELIOS Kliniken und ist auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Indikationen der Patienten abgestimmt. Es wird von den Diätteams in den Kliniken umgesetzt. HELIOS Mitarbeiter finden das Konzept Speisenversorgung im Intranet myHELIOS.

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