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5 Fragen an ... Dr. Torsten Meinig

„Jeder sollte einen Organspendeausweis besitzen“

Fünf Organspenden konnten im ersten Quartal 2015 im HELIOS Klinikum Erfurt realisiert werden. Die höhere Spenderbereitschaft ist für den Transplantationsbeauftragten Dr. Torsten Meinig eine positive Entwicklung. Im vergangenen Jahr kam es nur zu einer Organspende.
Dr. Torsten Meinig, Oberarzt in der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am HELIOS Klinikum Erfurt

1 Wie ist bundesweite die Situation bei den Organspenden?

Die Zahl der Organspender hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im Jahr 2014 gab es bundesweit 864 postmortale Organspender. Die Zahl blieb damit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

2 Und wie viele Menschen warten auf ein Organ?

Bundesweit benötigen etwa 11.000 Menschen ein Organ. Ihre Wartezeit ist weiterhin lang und die Chance auf eine Transplantation gering.

3 Wie kann man mehr Menschen für die Organspende gewinnen?

Das Vertrauen in die Transplantationsmedizin zurück zu gewinnen ist ein mehrjähriger Prozess. Neben der Sorge für größtmögliche Transparenz bei der Vergabe von Spenderorganen müssen wir aktiv auf die Bürger zugehen.

4 Warum ist es so wichtig, einen Organspendeausweis zu besitzen?

Mit einem Organspendeausweis entlastet man seine Angehörigen. Denn wenn ein im Hirntod Verstorbener keine Informationen über seine Spendebereitschaft hinterlassen hat, müssen wir mit Hilfe der Angehörigen dessen mutmaßlichen Willen ermitteln. Das ist für die Familie in einer Phase größter Erschütterung und Trauer und auch für die Mitarbeiter auf den Intensivstationen sehr oft ein extrem schwieriger Schritt.

5 Wo bekomme ich einen Organspendeausweis?

Organspendeausweise sind bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen Stiftung Organtransplantation sowie bei den Krankenkassen erhältlich.

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