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Tipps und Verhaltensregeln

Die Grippewelle ist da: Die wichtigsten Fakten im Überblick

Die Grippewelle geht durch Deutschland. Die geschätzte Rate von Personen mit einer neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankung ist in der 5. Kalenderwoche im Vergleich zur Vorwoche gestiegen. Diese Daten gehen aus dem aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) hervor.
Die Grippewelle 2019: Fragen und Antworten zu der ansteckenden Krankheit. (Fotocredit: canva.com)
Die wichtigsten Tipps und Verhaltensregeln rund um die Krankheit:

Die Grippe ist alles andere als eine harmlose Krankheit ¬ das zeigen die Zahlen aus der vergangenen Influenza-Saison in Deutschland. Nun kommt die nächste Grippewelle. Wie schützt man sich vor Ansteckung? Und was tun, wenn die Infektion schon da ist?

Wir haben mit Herr Dr. med. Thomas Grundmann, Facharzt für Innere Medizin und Hausärztliche Versorgung aus der Poliklinik im Helios Klinikum Berlin-Buch gesprochen. Er gibt Tipps und wichtige Verhaltensregel, um eine Infektion vorzubeugen.

Nur bei Zeichen einer bakteriellen Superinfektion werden Antibiotika verschrieben.

Wie schütze ich mich vor einer Infektion?

„Empfohlen sind das Einhalten von Standardhygienemaßnahmen, wie z.B. Händewaschen und Flächendesinfektion sowie ein entsprechendes Verhalten, wie - soweit möglich - Abstandhalten zu Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung.

Ebenso sollten Räume regelmäßig gelüftet werden. Die wichtigste Schutzmaßnahme gegen eine Grippeerkrankung stellt die Impfung dar“ rät Herr Dr. med. Thomas Grundmann, Facharzt für Innere Medizin in der Poliklinik im Helios-Klinikum Berlin-Buch.

Woran erkenne ich eine Grippe?

Typisch für die Grippe ist der plötzliche Erkrankungsbeginn mit Fieber, Husten oder Halsschmerzen sowie Muskel- und/oder Kopfschmerzen. Herr Dr. Grundmann beschreibt: „Weitere Symptome können allgemeine Schwäche, Schweißausbrüche, laufende Nase, selten auch Übelkeit/Erbrechen und Durchfall sein. Beachtenswert ist, dass auch viele weitere Viruserkrankungen eine solche Symptomatik verursachen können.“

Selten kommt es zu schweren Verläufen, oft ca. 3-10Tage nach Beginn der ersten Symptome. Betroffen sind v.a. ältere Personen und Personen mit Grundkrankheiten. In diesem Fall stehen Lungenerkrankungen mit Ausbildung einer Lungenentzündung im Vordergrund.

Nicht alle Grippe-Infizierten erkranken mit typischer Symptomatik. Als Faustregel kann gelten, dass es bei etwa einem Drittel der Infektionen zu einem fieberhaften, einem weiteren Drittel zu einem leichteren und dem letzten Drittel zu einem unauffälligem Verlauf kommt. Die Krankheitsdauer liegt in der Regel bei 5 bis 7 Tagen.

Was tun bei einer Grippe?
Um eine Grippe vorzubeugen ist regelmäßiges Händewaschen das A und O. (Fotocredit: canva.com)

Patienten mit Grippe, die nicht zu einer Risikogruppe gehören (z.B. chronische Herzerkrankungen, chronische Lungenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen etc.) und bei denen ein unkomplizierter Verlauf vorliegt, können überwiegend symptomatisch behandelt werden. „Ruhe und körperliche Schonung können hier Wunder bewirken. Wichtig ist zudem, viel zu trinken - das gleicht den Flüssigkeitsverlust durch Fieber und Schwitzen aus", so der Hausarzt. Die üblichen Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie ASS (Acetylsalicylsäure) oder Ibuprofen helfen bei Kopf- und Gliederschmerzen.

Bei Verdacht auf einen schweren Verlauf einer Grippe-Erkrankung, wenn ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf besteht oder eine Schwangerschaft vorliegt, sollte eine antivirale Therapie erwogen werden. Diese sogenannte spezifische Therapie mit antiviralen Medikamenten sollte so früh wie möglich, d.h. innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome, begonnen werden.

Das Wichtigste in Kürze


  • Durch Grippeschutzimpfung vorbeugen
  • Regelmäßig Hände waschen
  • Viel Wasser trinken
  • Ruhe, Schlaf und gesunde Ernährung
  • Abstand halten zu anderen Personen

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