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Leisnig

Auf den richtigen Beat kommt es an

Musik kann helfen, Leben zu retten. Der Rhythmus bei der Herzdruckmassage lässt sich mit Hits wie „Stayin‘ alive“ leichter halten. Das haben nicht nur Schüler der Leisniger Oberschule gelernt.
Dr. Michael Selbach (li.) und Dr. Jan-Jakob Meyer von der HELIOS Klinik Leisnig erklären Dominik, was der richtige Takt bei der Herzdruckmassage ist. Foto: Robert Reuther

Dominik schließt die Augen. Wie genau war der Takt des Bee Gees-Hits „Stayin‘ Alive“ noch einmal? Dr. Jan-Jakob Meyer, Oberarzt der Klinik für Anästhesie der HELIOS Klinik Leisnig, hilft ihm. „Ah, ha, ha, ha, stayin‘ alive, stayin‘ alive.“ Der Schüler der 7a der Peter-Apian-Oberschule in Leisnig findet den Rhythmus und beginnt, mit seinen durchgestreckten Armen den Brustkorb der Puppe vor ihm zu drücken. „Manche Lieder, wie ‚Stayin‘ Alive‘ von den Bee Gees oder ‚Dancing Queen‘ von ABBA haben genau den Rhythmus, der Leben retten kann“, erklärt Dr. Meyer. „Die etwa 100 Beats pro Minute sind genau jener Takt, der bei einer Herzrhythmusmassage den besten Blutfluss durch das nicht mehr schlagende Herz gewährt.“

Zusammen mit seinem Kollegen Dr. Michael Selbach hat Dr. Jan-Jakob Meyer während der diesjährigen bundesweiten Woche der Wiederbelebung zwischen dem 22. und 26. September gleich zweimal die Leisniger Oberschule besucht, um den dortigen Schülern einen Kurs in Reanimation zu geben. Wie wichtig das ist, zeigt ein Blick auf die Statistik: Jedes Jahr sterben hierzulande 5.000 Menschen, weil Anwesende nicht rechtzeitig helfen oder sich dies gar nicht erst trauen. „Dabei kann man eigentlich nur einen Fehler machen – nämlich überhaupt nichts zu tun. Die sofortige Herzdruckmassage verdoppelt bis verdreifacht die Überlebenschance“, sagt Michael Selbach.

Die Wichtigkeit des Themas haben auch die anderen HELIOS Kliniken der Region Ost erkannt. Das Herzzentrum Leipzig und das HELIOS Park-Klinikum Leipzig haben gleich drei Aufklärungsveranstaltungen und Mitmachaktionen in Leipzig angeboten. Das Plauener Klinikum nutzte ein Einkaufszentrum. Die Besucher konnten an einer Reanimationspuppe probieren, wie tief und fest bei einer Herzrhythmusmassage überhaupt gedrückt werden muss. Für alle Angestellten des nichtklinischen Bereichs hat es einen Wiederbelebungsauffrischungskurs gegeben.

Mitarbeiter der HELIOS Weißeritztal-Kliniken haben neben der Durchführung einer Medizinischen Vorlesung einen ganzen Tag Schüler, Lehrer und Eltern an zwei Gymnasien in Dippoldiswalde und Altenberg geschult.

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