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Aus der Serie "Berufe im HELIOS Klinikum Niederberg"

Was macht eigentlich eine Hebamme?

Christiane Bußmann erzählt, dass sie bereits mit 16 Jahren wusste, was ihr späterer Traumjob sein wird.

Kinder auf die Welt bringen, will gelernt sein. Ungefähr 1500 Kinder und 19 Jahre später ist Christiane Bußmann Experte was das Kinderkriegen angeht. Die gelernte Hebamme hat bereits mit 16 Jahren gewusst, dass sie später Frauen bei ihrem kleinen Wunder begleiten möchte.

Seit Jahrhunderten leisten Hebammen mit ihrem Wissen und Können werdenden Müttern Beistand. „Wir sind sozusagen die Fachfrau in der Schwangerschaft, vor und nach der Geburt“, erklärt Christiane Bußmann. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Schwangerschaftsvorsorge, Geburt- und Wochenbettbetreuung sowie die Unterstützung bei der Säuglingsversorgung und in der Stillzeit. Vielen Müttern sei gar nicht bewusst, dass Hebammen, bis auf die Ultraschalluntersuchungen, die Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft durchführen können und dürfen. „Bei Risikoschwangerschaften sollte aber immer der Gynäkologe hinzugezogen werden“, erklärt die Wuppertalerin.

Wenn werdende Mütter ins HELIOS Klinikum kommen, nehmen Frau Bußmann oder ihre Kolleginnen sie in Empfang und betreuen rund um die Uhr die Schwangeren und Entbindenden. „Wir überwachen den Zustand des Kindes, unterstützten die Mutter dabei, die Geburtswehen zu verarbeiten und die Geburtsschmerzen zu bewältigen. Bei Komplikationen können wir jederzeit einen Arzt hinzurufen“, erklärt Frau Bußmann. Die Anwesenheit einer Hebamme bei einer Geburt ist übrigens vorgeschrieben, die eines Arztes allerdings nicht. „Deshalb gibt es bei uns auch zusätzlich den Hebammengeleiteten Kreißsaal – bei dem nur Hebammen anwesend sind. „Bei Komplikationen beziehen  wir die Ärzte sofort mit ein“, erzählt die Hebamme. Die Arbeit in diesem Kreißsaal leisten übrigens nur Hebammen, die bereits jahrelange Erfahrung haben.

Wenn Mütter die anstrengende Geburt überstanden haben, untersucht Christiane Bußmann den Gesundheitszustand des Babys und hilft bereits beim ersten Stillen.  „Auch die ersten Stunden nach der Geburt bin ich immer für die Mutter da und helfe bei Schwierigkeiten“, sagt sie weiter. Diese Zeit sei immer sehr wichtig – fürs Kind und für die Mutter. Auch Wochen nach der Geburt stehen Hebammen den Müttern noch zur Seite. „Ob Rückbildung oder Wochenbettbetreuung – ich bin immer für die Mutter und ihr Baby“. Die 42-jährige habe für sich einen Traumjob gefunden. „Besonders ist es für mich, wenn ich Freundinnen begleiten darf. Auch Frauen, die eine schwere erste Geburt hatten, und nun eine zweite angenehme Geburt erleben, sind für mich ein wirklich tolles Erlebnis. Diesen Beruf und unser geburtshilfliches Team möchte ich nie missen.“

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