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Dritter Assistentenkongress in Berlin

Strategien für eine Patienten-zentrierte Medizin

Unter dem Titel „Kill your Company“ trafen sich in den vergangenen Tagen 33 Assistenzärzte und fünf Chefärzte in Berlin, um gemeinsam Strategien rund um das Thema Patienten-zentrierte Medizin zu entwickeln. 

Der ungewöhnliche Titel spielt auf eine Innovationsmethode an – Teilnehmer stellen dabei bisherige Strategien und übliche Wege ihrer Unternehmen konsequent in Frage, um auf ganz neue Ideen für die Zukunft zu kommen.

Der inzwischen dritte Kongress dieser Art wurde von der Gruppe „AG Zukunft“ organisiert, die sich aus Assistenzärzten aus unterschiedlichen Helios-Kliniken zusammensetzt. Ein Ziel der Gruppe fasst Ines Stenzel, Fachärztin am Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin zusammen: „Wir wollen Hierarchien abbauen und den Assistenten deutlich machen, dass sie die Macht haben, Dinge selbst anzupacken und Bestehendes verändern können.“

Denken mit Händen

Auch dazu diente der Kongress. Für die Bearbeitung der Thematik hat sich die AG Zukunft Unterstützung durch das Team des Helios InnoLabs geholt und die Methode „Lego Serious Play“ ausgewählt. Gemeinsam sind die Teilnehmer mit Lego-Bauten spielerisch an die komplexen Fragestellungen herangegangen.

„Durch das ,Denken mit den Händen‘ fällt es Teilnehmern oftmals deutlich leichter Situationen zu beschreiben“, beschreibt die Leiterin des Helios InnoLabs Barbara Brune. „Und wenn erst einmal alles „auf den Tisch gebracht wurde“, sind Zusammenhänge deutlich leichter zu erkennen, können verknüpft und auch einfach umgebaut werden.“

So entstanden in Berlin Ideen für Lösungen, wie beste medizinische Qualität mit zufriedenen Mitarbeitern, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, zu erreichen ist. „Manche unserer Ideen kann jeder einzelne schon ab der nächsten Woche auf seiner Station angehen und umsetzen. Wir hatten so viele Vorschläge und hätten gern noch mehr Zeit gehabt, weiter zu arbeiten“, so Mit-Organisatorin Ines Stenzel. „Immerhin haben wir jetzt eine Grundlage, auf der wir aufbauen können.“

Ergebnisse, die Helios voranbringen

Helios unterstützt die Gruppe seit ihrer Gründung vor mehr als drei Jahren und so eröffneten Karin Gräppi, Helios Geschäftsführerin Personal, und Prof. Andreas Meier-Hellmann, Helios Geschäftsführer Medizin, den Kongress. „Die Arbeit der Gruppe liefert immer wieder Anstöße und Ergebnisse, die uns bei Helios voranbringen. Auch wenn es manchmal durchaus unbequem für uns wird, wenn eine Gruppe Assistenzärzte derart kritisch denkt“, beschreibt Prof. Andreas Meier-Hellmann.

Dass die Gruppe der Mitdenkenden Assistenzärzte gern größer werden darf, betonen die Organisatoren der AG Zukunft.

Helios Mitarbeiter finden die Ansprechpartner der AG Zukunft im Intranet myHelios.

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