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Premiere in Sachsen

Mit Hightech-Ultraschall gegen Schilddrüsenknoten

Einen Schilddrüsenknoten ganz ohne Operation einfach „wegschmelzen“. Was als schöne Fantasie erscheint ist nun Realität. Als Erste im Freistaat behandelten Mediziner der Helios Klinik Schkeuditz einen gutartigen Schilddrüsenknoten mittels hochintensiv gebündeltem Ultraschall (HIFU, englisch: high intensity focused ultrasound).
Erstmalig in Sachsen: Schilddrüsenknoten können in Schkeuditz mit Ultraschall behandelt werden. Für Patienten stellt diese Methode eine wesentlich schonendere Alternative zu einer Operation dar. Foto: Theraclion

Die sogenannte Echotherapie kommt ohne Schnitte und Narben aus und ist für Patienten eine absolut schonende Alternative zur Operation. Deutschlandweit ist die Klinik eine von zehn Einrichtungen und die Einzige in Sachsen, die das Hightech-Verfahren anbietet.

„Heilende Sonnenstrahlen“ – So funktioniert die Echotherapie
„Wir setzen einen sogenannten therapeutischen Ultraschall ein“, sagt Dr. Frank Steinert, Chefarzt für Chirurgie, und erklärt: „Die Ultraschallwellen werden ähnlich den Sonnenstrahlen unter der Lupe gebündelt und kommen punktgenau im Inneren des Schilddrüsenknoten an.“ Die übertragene Energie erwärmt lokal begrenzt und millimetergenau die Stelle der Gewebsveränderung. Die Wärme „zerschmelzt“ das betroffene Knotengewebe. Der Körper baut das zerstörte Gewebe nach und nach ab, der Knoten wird immer kleiner. Ein Kühlsystem verhindert die Überhitzung der Haut und des angrenzenden Gewebes, das seine volle Funktionstüchtigkeit behält. Während des gesamten Prozesses erfolgt eine Echtzeitkontrolle mittels Ultraschallbildern.

So profitiert der Patient
Die Vorteile der Echotherapie für die Patienten liegen auf der Hand. Die Methode ist schonend und schmerzfrei und es bilden sich keine Narben. Die Behandlung erfolgt ambulant unter lokaler Betäubung und dauert zwischen 20 Minuten und 1,5 Stunden. Durch die Erhaltung des gesunden Gewebes ist eine anschließende Einnahme von Hormonmedikamenten nicht notwendig.

Viele, aber nicht jeder – Welche Schilddrüsenknoten geeignet sind
„Voraussetzung für die Echotherapie ist unter anderem, dass es sich bei dem Schilddrüsenknoten sicher um einen gutartigen Tumor handelt. Auch die Größe und Lage des Knotens sind entscheidend“, so der Schilddrüsenexperte. Eine vorangestellte ausführliche Diagnostik ist Grundlage für die Behandlung. Der erfahrene Operateur Steinert ergänzt: „Nicht alle gutartigen Schilddrüsenknoten müssen operativ entfernt werden. Wenn sie jedoch wachsen und Beschwerden wie unangenehmes Druckgefühl, Heiserkeit, Probleme beim Schlucken oder zu einer Veränderung der Schilddrüsenfunktion führen, müssen sie behandelt werden.“
 
Die Kostenfrage
Mehrere Krankenkassen in Deutschland übernehmen die Kosten für die Echotherapie im Rahmen von Sonderverträgen. „Wir prüfen bei jeder Anfrage eines Patienten, ob eine Übernahme seitens ihrer Krankenkasse möglich ist“, sagt Roswitha Piel, Leiterin des Patientenmanagements in der Helios Klinik Schkeuditz.

Große Erfahrung in Sachen Schilddrüse
Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Helios Klinik Schkeuditz mit den vielfältigen Behandlungs- und Operationsmöglichkeiten der Schilddrüse und Nebenschilddrüse. Allein mit etwa 500 Schilddrüsenoperationen im Jahr besitzt die Klinik eine äußerst umfassende Expertise auf diesem Gebiet. Deutschlandweit gehört sie nach aktuellem Qualitätsbericht zu den Top-20-Kliniken mit den meisten Schilddrüsenoperationen (Platz 18) unter 997 Kliniken.

Eine Alternative auch für Fibroadenome in der Brust
Auch Frauen mit Gewebsveränderungen in der Brust, sogenannten Fibroadenomen, kann bereits seit 2015 mittels Echotherapie in der Helios Klinik Schkeuditz geholfen werden.

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