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Große OP mit den kleinsten Instrumenten der Welt

Die kleine Luisa-Lina kam mit einer Fehlbildung der Speiseröhre, einer so genannten Speiseröhrenatresie, hierbei endet die Speiseröhre in der Luftröhre statt im Magen. Nach einer erfolgreichen Operation durch Dr. Salmai Turial, Direktor der Klinik für Kinderchirurgie der Helios HSK, kann sich die Kleine nun prächtig entwickeln.
Nachuntersuchung nach erfolgreicher Operation: Dr. Salmai Turial mit Luisa-Ina und Stefanie Muresanu. Foto: Helios HSK Wiesbaden

Luisa-Ina kam mit einer Fehlbildung der Speiseröhre auf die Welt. Das war ein großer Schock für ihre Eltern. Dank Dr. Salmai Turial und den kleinsten OP-Instrumenten der Welt entwickelt sich die Kleine inzwischen prächtig.

Endlich war es so weit, am 9. Juli 2018 kam Luisa-Ina durch einen geplanten Kaiserschnitt in Wiesbaden auf die Welt. Stefanie und Marcel Muresanu waren überglücklich, ihr erstes Kind in den Armen zu halten. Nach einer problemlosen Schwangerschaft deutete nichts darauf hin, dass mit ihrem süßen Schatz etwas nicht in Ordnung sein könnte. Luisa sah kerngesund aus, was die Untersuchungen zu bestätigen schienen.

Erst als Luisa zwei Stunden nach ihrer Geburt zum ersten Mal gefüttert wurde, war klar, dass etwas nicht stimmte: Sie bekam plötzlich keine Luft mehr und erbrach sich sofort. Die Hebamme verständigte umgehend die Kinderklinik der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden, und Luisa wurde verlegt. „Es war furchtbar, kaum war Luisa geboren, wurde sie mir auch schon wieder weggenommen. Aufgrund des Kaiserschnitts konnte ich sie nicht begleiten. Mein Mann war dann bei ihr. Es war eine schlimme Zeit“, erinnert sich Stefanie Muresanu an die dramatischen Stunden.


Sechs Millimeter klein sind Schneiden und Zangen. Die kleinsten Operationsinstrumente der Welt sind notwendig, wenn etwas so Winziges wie die Speiseröhre eines Säuglings operiert wird.

In der Kinderklinik stellten die Kinderärzte unter der Leitung von Professor Dr. Markus Knuf fest, dass Luisas Speiseröhre fehlgebildet war, sie endete in der Luftröhre statt im Magen. Bei Luisa lag eine so genannte Speiseröhrenatresie vor. Dr. Turial, Direktor der Klinik für Kinderchirurgie der Helios HSK, operierte sie am 11. Juli 2018.

Bei dem minimalinvasiven Eingriff stellte er die Speiseröhrenkontinuität wieder her. Dazu verwendete der Kinderchirurg die kleinsten OP-Instrumente der Welt mit einem Durchmesser von weniger als zwei Millimetern, die speziell für Neugeborene entwickelt wurden. Stefanie Muresanu konnte ihre Tochter erst nach der Operation wieder in ihre Arme schließen. Luisa geht es gut und sie ist zu Hause.

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