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Seltene Fehlbildung behandelt

Emma im Glück

Emmas Speiseröhre mündete in ihren rechten Lungenflügel. Im HELIOS Klinikum Berlin-Buch wurde sie erfolgreich operiert.
Mareike Bergmann mit Tochter Emma (6 Monate) Foto: Thomas Oberländer

Mareike Bergmann (36) aus Hagen (Nordrhein-Westfalen) erlebt mit Tochter Emma eine normale Schwangerschaft und Geburt – dann aber fällt auf: Das Neugeborene schreit nicht und bekommt beim Trinken keine Luft. Untersuchungen zeigen: Emma leidet an einer sehr seltenen Fehlbildung der Atemwege und des Verdauungstraktes. Ihre Speiseröhre mündet nicht im Magen, sondern im rechten Lungenflügel. Durch die Verzweigung gelangen ein Teil der Muttermilch und auch Magensäure in die Lunge. Behandelt wird die sogenannte „Speiseröhrenlunge“ in der Regel, indem der betroffene Lungenflügel entfernt wird. Die Ärzte der Bochumer Uniklinik können sich jedoch mit dieser Aussicht nicht abfinden, recherchieren im Internet und stoßen auf Professor Klaus Schaarschmidt, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie im HELIOS Klinikum Berlin-Buch. Bereits 2013 hatte er in einem ähnlichen Eingriff einen Säugling erfolgreich operiert, nun schließt er in einer aufwändigen Operation Emmas rechten Lungenflügel an die Luftröhre an. Zum Abschied gibt Prof. Schaarschmidt Emma ein Versprechen. „Wenn du im Dezember zur Kontrolle kommst, gibt es Erdbeereis zur Begrüßung.“

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