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Knochenmarkspende

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Stammzelltransplantation: Risiken, Möglichkeiten und Alternativen. Ein Gespräch mit Dr. Herrad Baurmann, Leiterin des Bereiches Stammzellentransplantation im Helios Klinikum Berlin-Buch.
Dr. Herrad Baurmann, Leiterin Stammzelltransplantation Helios Klinikum Berlin-Buch. Foto: Thomas Oberländer

Dr. Baurmann vom Helios Klinikum Berlin-Buch ist Fachärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie und leitet den Bereich Stammzelltransplantation.

In der Forschung tut sich viel, gibt es schon Alternativen zur Stammzelltransplantation?


Für einzelne Krankheitsbilder, wie die chronische myeloische Leukämie, gibt es inzwischen Medikamente, die eine Transplantation überflüssig machen. Aber für die große Mehrheit der akuten Leukämien mit Risikomerkmalen gibt es keine andere Option, um das Leben der Patienten zu retten.

Welche Risiken trägt der Spender?

Es gibt zwei Möglichkeiten, Stammzellen zu gewinnen: eine Entnahme aus dem Becken in Narkose oder eine Art Blutwäsche aus den Venen. Beide Verfahren haben nur geringe Nebenwirkungen.
Meist ist der Spender nach einer Woche wieder fit. Die Stammzellen werden nachgebildet, also nicht vergleichbar mit einer Organspende.

Was halten Sie von großen Suchaktionen durch Plakate oder Aufrufe bei Facebook?

Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto besser. Denn bei etwa zehn Prozent der Patienten verläuft die Suche nach einem passenden Spender noch erfolglos.

Zentrales Knochenmarkspenderregister

26 Organisationen in Deutschland führen Spenderdateien und typisieren Spender. Sie stehen als Partner bei Typisierungsaktionen zur Verfügung. Alle Daten werden im zentralen Knochenmarkspenderregister Deutschland
(ZKRD) zusammengeführt. Es ist die größte Datenbank in Europa. Hier sind die Daten von 7,5 Millionen potentiellen Spendern gespeichert.

Mehr Informationen: www.zkrd.de

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