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Hitze und Gesundheit

Sommer, Sonne, Hitze, Gesundheitsrisiken?

Hitze belastet unseren Körper. Er kann sich zwar an hohe Temperaturen gewöhnen, aber das fällt  Risikogruppen schwer. Ebenso sollten sich auch gesunde Jüngere ein paar Tipps zu Herzen nehmen. Prof. Dr. med. habil. Steffen Schön, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am Helios Klinikum Pirna erklärt, worauf man achten sollte.
Nur eine kurze Erholungspause von der Hitze und schon ist sie wieder da. Hand in Hand geht sie mit Gesundheitsrisiken vor allem für Kinder, Schwangere und ältere Menschen, denen aber gut vorgebeugt werden kann. Vor allem Trinken ist bei Hitze das A und O – dabei sind auch Sportgetränke zu empfehlen, denn beim Schwitzen verlieren wir nicht nur Wasser, sondern auch Natrium. Foto: Pixaby

Große Hitze und Sonneneinstrahlung – wie kann das unserem Körper schaden? 

Sonnenstich und Hitzeschlag sind hier die Schlagwörter, die zu nennen sind. Beide Erscheinungen können dem Körper schaden, aber in ganz unterschiedlichem Maße, einmal hervorgerufen durch Hitze und Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nackenbereich und einmal durch körperliche Überanstrengung in heißer Umgebung.

Wie erkennt man einen Sonnenstich und was ist dann zu tun?

Patienten, die an einem Sonnenstich leiden, klagen meist über Kopf- und Nackenschmerzen, haben ein rotes Gesicht und zum Teil auch Ohrgeräusche. Interessant ist, dass die Körpertemperatur in der Regel nicht erhöht ist. Treten diese Symptome auf, sollte sich der Betroffene sofort aus der Sonne begeben und abkühlen – zum Beispiel mit einem feuchten Tuch auf Kopf und Nacken. Auch die Erfrischung mit Wasser oder Schorle ist zu empfehlen. Kommt Übelkeit, Schwindel und Erbrechen zu den genannten Anzeichen hinzu, sollte ein Krankenhaus aufgesucht werden.

Prof. Dr. med. habil. Steffen Schön, Ärztlicher Leiter des Internistischen Zentrums und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am Helios Klinikum Pirna

Was unterscheidet den Hitzeschlag vom Sonnenstich?

Der Hitzeschlag ist als deutlich gefährlicher einzustufen. Er wird durch Überanstrengung bei sehr hohen Temperaturen ausgelöst – also zum Beispiel bei aktivem Wandern oder Sporttreiben bei Temperaturen, wie in den letzten Tagen. Die Körpertemperatur erhöht sich bei einem Hitzeschlag bis auf 40 Grad Celsius. Unser Körper kann dann die Temperatur nicht mehr regulieren und es kann zu einem lebensbedrohlichen Wärmestau kommen. Die Schweißproduktion versagt, wodurch die Haut heiß und trocken wird. Betroffene können an Krämpfen oder Bewusstseinsstörungen leiden. In jedem Fall sollte man den Ernst der Lage nicht verkennen und sofort ein Krankenhaus aufsuchen oder den Rettungsdienst informieren.

Was kann man tun, um Sonnenstich und Hitzeschlag zu vermeiden?

Grundsätzlich sollte man sich bei diesen heißen Temperaturen nicht körperlich schwer betätigen bzw. seine Aktivitäten gut planen. Steht beispielsweise Wandern auf dem Programm, sollte man eine Route wählen, bei der man möglichst im Schatten unterwegs ist, am besten auch am frühen Morgen, wenn es noch nicht so heiß ist.
Zudem ist Trinken bei solchen Temperaturen das A und O – gerade wenn man aktiv unterwegs ist. Bei der Auswahl der Getränke kann ruhig auch auf Saftschorle oder Sportgetränke zurückgegriffen werden, denn beim Schwitzen verlieren wir nicht nur Wasser, sondern auch Natrium. Fehlt das, kann es zu Schwindel- oder Benommenheitsgefühlen kommen.
Und bei dem strahlenden Sonnenschein der letzten Tage sollte man natürlich auch an entsprechenden Sonnenschutz denken, wenn man seine Gesundheit im Blick behalten will.

 
Gibt es bestimmte Risikogruppen, die jetzt besonders Acht geben müssen?

Kinder, Schwangere und ältere Personen müssen besonders darauf achten keine großen Anstrengungen zu unternehmen und sollten sich möglichst im Schatten aufhalten. Gleich gilt aber auch für Personen, die bekannte Störungen der Hitzeanpassung haben oder an Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen leiden. Falls Medikamente eingenommen werden, die mit dem Wärme- und Flüssigkeitshaushalt des Körpers in Verbindung stehen, sollte man nur nach Absprache mit dem Hausarzt aktiv werden.

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