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Hamburg

Knochenspende hilft Patienten

Seit mehr als 35 Jahren führt die Helios ENDO-Klinik Hamburg eine eigene Knochenbank. Mithilfe dieser Einrichtung kann geschädigter oder fehlender Knochen durch Fremdknochen ersetzt werden.
Petra Brüggmann bereitet die Hüftköpfe vor. Foto: Sven Brügmann

Künstliche Gelenke halten nicht ewig. Sie müssen durchschnittlich nach 15 bis 20 Jahren gewechselt werden, weil sie sich gelockert haben oder verschlissen sind. In der Regel wird bei solchen Wechseloperationen oft Knochenmaterial aus der klinikeigenen Spenderknochenbank verwendet. Mit den Hüftköpfen (Femurköpfen) kann man Knochendefekte ausgleichen ohne eine Abstoßungsreaktion befürchten zu müssen. „Bei den Knochen handelt es sich um Femurköpfe, die von Patienten, denen eine primäre Hüftprothese eingesetzt worden ist, gespendet wurden“, erklärt Petra Brüggmann, Ansprechpartnerin für die Knochenbank. Knochenspender werden wie Blutspender zuvor ausführlich nach Vorerkrankungen befragt und untersucht, um das Übertragungsrisiko von Krankheiten auszuschließen.

Die gespendeten Hüftköpfe werden zudem einem aufwendigen Aufbereitungsverfahren unterzogen und gefrierkonserviert. Außerdem wird der Spenderknochen auf Bakterien und Viren untersucht. „Pro Jahr werden so rund 500 Knochenspenden in umfangreichen Laboruntersuchungen aufbereitet“, so Petra Brüggmann. Bei der Verwendung zur Rekonstruktion von Knochendefekten werden die Spenderhüftköpfe in sogenannte Spongiosa-Chips (Knochenstücke in der Größe von drei bis sieben Millimeter) zerkleinert. Das Transplantat wird dann bei der Operation individuell angepasst. Befestigt wird der Knochen durch Einpressen in entstandene Knochenhöhlen. Auf diese Weise wird ein adäquates knöchernes Prothesenlager geschaffen bzw. wiederhergestellt.

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